SCHWEINFURT

Graupner: „Wir werden den Finger in die Wunde legen

Richard Graupner (AfD) Foto: Anand Anders

„Ein sehr respektables Ergebnis“, kommentiert ein sichtlich zufriedener und strahlender Richard Graupner (AfD) die ersten Hochrechnungen. Er ist der gefragteste Interviewpartner bei der Präsentation der Wahlergebnisse im Landratsamt, entsprechend selbstbewusst spricht er in die Mikrofone und Kameras. Er sei nicht wirklich überrascht von dem zweistelligen Ergebnis, denn „wir haben einen tollen Wahlkampf hingelegt“. Er hatte sich sogar ein noch besseres Abschneiden erhofft, wäre da nicht die „starke Konkurrenz durch die Freien Wähler“ gewesen, die sich nach Meinung Graupners als „AfD light“ verkauft habe. „Das hat sich bei manchen Wählern festgesetzt.“

Was seine persönlichen Chancen anbetrifft, in den Bayerischen Landtag einzuziehen, ist Graupner an diesem Abend noch zurückhaltend. „Das wird erst das endgültige Ergebnis zeigen.“ Klare Vorstellungen über die Aufgaben eines AfD-Abgeordneten hat er aber schon. „Wir werden die CSU auffordern, Farbe zu bekennen, und wir werden den Finger in die Wunde legen“, verkündet der 55-jährige Polizeihauptkommissar forsch, dessen drei wichtigsten Wahlkampf-Forderungen „Grenzschutz, personelle Verstärkung der Polizei und konsequente Abschiebung“ waren.

Bei aller Freude über das Abschneiden seiner Partei, „dass die Grünen so viele Stimmen bekommen haben, das bedauere ich“, sagt Graupner, weil sie der klare Gegenpol zur AfD seien. Als Koalitionspartner der CSU räumt er ihnen trotzdem keine Chancen ein, rechnet eher mit einem Bündnis CSU/Freie Wähler. Für die AfD sei eine Koalition mit den Christsozialen keine Option, stellt Graupner gleich klar. „Wir werden fünf Jahre eine richtige Opposition sein.“

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