Wipfeld

Großes Interesse an der Bürgerversammlung in Wipfeld

Reges Interesse herrschte unter den Wipfelder Bürgern an der Bürgerversammlung. Im Mittelpunkt standen Rückblick und Ausblick, vorgetragen durch Bürgermeister Tobias Blesch, ebenso wie Fragen aus dem Plenum. Vor allem die Park- und Verkehrssituation in der Gemeinde wurde von verschieden Bürgern angemahnt.

In den Ausführungen Bleschs wurde deutlich, dass auch Wipfeld unter den Veränderungen des demographischen Wandels leidet. Die Bevölkerung ging 2019 von 1063 auf 1048 zurück. Dabei spielten Wegzüge (67) ebenso eine Rolle wie die höhere Sterbe- (17) als Geburtenrate (neun).

Erfreulich sei laut Blesch hingegen die finanzielle Entwicklung. Erneut sank die Schuldenlast von knapp 595 000 Euro auf rund 550 000 Euro, 514 Euro pro Kopf. Danach ging Blesch auf abgeschlossene Projekte des Jahres 2019 ein. Das größte war sicherlich die im Juli abgeschlossene energetische Sanierung des Rathauses und des Schwesternhauses.

Reaktivierung des Gasthofs Zehntgraf

Ein weiteres Projekt, das allerdings erst in den Kinderschuhen steckt, ist die geplante Umnutzung des Gasthofes Zehntgraf, da dieser laut Blesch schon fast zehn Jahre leer steht. Eine sinnvolle Entwicklung soll durch die Gemeinde angestoßen werden, die selbst nicht plane, das Gebäude zu kaufen. Neben der möglichen Reaktivierung des Gasthofes ziehe man ebenfalls verschiedene Wohnkonzepte bis hin zu betreutem Wohnen für Senioren in Betracht. Eine Bedarfsstudie soll 2020 erfolgen.

Allgemein warten auch künftig viele Aufgaben auf die Gemeinde, wie Blesch in seinem Ausblick auf das kommende Jahr darstellte. Neben dem Projekt Zehntgraf, geht es auch für das neue Wohngebiet Thiergärten 2 sowie der Sanierung des Sportheimvorplatzes in die Bauleitplanung.

Ein weiteres finanzielles Großprojekt wartet mit der Sanierung der Grundschule in Schwanfeld. Blesch bereitete die Bürger darauf vor, dass dieses wahrscheinlich in einem Bereich von zehn Millionen Euro liege, ähnlich der Schulsanierung in Werneck. Sanierungsbedarf herrsche auch bei der Mittelschule in Bergrheinfeld, bei der man aber nicht sicher sei, ob ein Neubau kostensparender wäre. Doch sei Wipfeld hier nicht so stark finanziell eingebunden erklärte Blesch.

Großes Interesse an der Parkplatz- und Verkehrssituation

Mit dem 25-jährigen Partnerschaftsjubiläum mit der norditalienischen Gemeinde Follina und dem Bezirksentscheid im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft, stehen allerdings auch freudige Projekte für 2020 an.

Die Bürger interessierte vor allem die Parkplatz- und Verkehrssituation im Dorf. Herbert Schneider mahnte dramatische Verhältnisse an. Blesch stimmte diesem zu, warf jedoch ein, dass die Einheimischen nicht frei von Schuld seien. Günther Reichert nannte Bergtheim als positives Beispiel, dort habe man diese Problematik mit angelegten Parkbuchten sowie Kontrollen gelöst. Schneider lobte dieses Beispiel ebenfalls.

Zuletzt äußerte sich eine ehemalige Mitarbeiterin der Verwaltungsgemeinschaft Schwanfeld. Nach ihrer Aussage seien die Mitarbeiter der VG in den vergangenen Jahren überaus überlastet gewesen. Dies sei bewusst ignoriert worden, obwohl schon mehrmals angesprochen. Diesem Vorwurf trat Blesch entschieden entgegen. Wipfelds dritter Bürgermeister Jochen Schneider brach die Diskussion unter Hinweis auf den falschen Rahmen ab, vor allem, da Personalangelegenheiten nicht öffentlich diskutiert werden dürften. Zudem sei Blesch kein VG-Vorsitzender und somit der falsche Ansprechpartner.

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