OBERSCHWARZACH

Guter Plan hat Einfluss auf die Fördergelder

Rundgang durchs Schloss: von links Manfred Grüner von der Regierung von Unterfranken, der die Oberschwarzacher über Fördermöglichkeiten einer Sanierung berät, Bürgermeister Manfred Schötz, Gemeinderätin Monika Lindner und Pfarrer Stefan Mai. Foto: Norbert Finster

Die Möglichkeiten der Förderung für eine umfassende Sanierung des Echter-Schlosses loteten Bürgermeister Manfred Schötz, Gemeinderäte und Vertreter des Fördervereins zusammen mit Manfred Grüner, dem Leitenden Baudirektor der Regierung von Unterfranken, aus.

Der Sachgebietsleiter Städtebau sagte grundsätzlich, das Projekt wäre einfacher zu fördern, wenn das Schloss in kommunale Hand komme. „Fördermittelempfänger ist immer die Kommune, die Kirche können wir nicht fördern“, sagte Grüner klipp und klar.

Schriftliche Zusage steht noch aus

Noch aber ist das Schloss im Eigentum der Kirchenstiftung. Die Gemeinde will es erst kaufen, wenn die mündlich bereits zugesagten Förderhöhen auch schriftlich per Bescheid zugesichert werden.

Neben dem Landesamt für Denkmalpflege und dem Kulturfonds kommen auch Fördermittel aus der Städtebauförderung oder Dorferneuerung in Frage, erklärte Manfred Grüner. Nur unrentierliche Maßnahmen sind förderfähig.

Die Weiterentwicklung soll sich nicht nur auf das Schloss, sondern auch den Umgriff mit Kirchplatz, Alter Schule und Kindergarten erstrecken, erklärte der Bürgermeister.

Die Geschichte

Monika Lindner skizzierte kurz die Geschichte des Schlosses, das sich noch nie im Eigentum der Gemeinde befunden hat. Das Schloss selbst hat eine Fläche von 1900 Quadratmetern, dazu kommen zwei Gärten mit noch einmal 1844 Quadratmetern. Für all das eine Nutzung zu finden, sei nicht einfach. „Vergeben“ ist bisher nur der erste Stock. Dort sollen Gemeinde und Pfarrgemeinde untergebracht werden.

Ideen für den Rest entwickelt ein Schloss-Team, das sich aus Vertretern des Gemeinderats, der Kirchenverwaltung und des Fördervereins Schloss Oberschwarzach zusammensetzt. Der Förderverein ist bereits ehrenamtlich bei der Arbeit, die Remise im Schlosshof wieder herzurichten und dafür zu sorgen, dass der Wasserschaden von 2010 nicht noch weiteres Unheil anrichtet. Der Wasserschaden zieht sich vom Dach durch alle Stockwerke.

Das ist laut Monika Lindner auch das Manko am Schloss. Renoviert und saniert wurde immer nur nach einem Schadensereignis, nie von Grund auf. Bei einem Rundgang durchs Schloss zeigte sich auch, dass nur wenige Räume barrierefrei sind. Das Haus steht momentan mit Ausnahme des Pfarrbüros komplett leer. Einige Räume sind aber sehr gut erhalten.

Ideenbörse

Ein gemeinsames Brainstorming von etwa 100 Oberschwarzachern förderte vor Kurzem bereits konkrete Ideen zutage. Für das Schloss selbst gab es unter anderem den Vorschlag für die Nutzung als Erlebnisschloss, die Einrichtung einer Kleinkunstbühne im Keller, Begegnungsräume für Vereine, einer Bibliothek und Mietwohnungen bis hin zu einem Café und einem Heimatmuseum.

Für die Schlossscheune wurde vorgeschlagen, sie für Jugendzeltlager zu nutzen oder eine Kulturscheune für diverse Veranstaltungen einzurichten. Auch Mittelaltermärkte wären denkbar. Die Scheune als E-Mobil-Station war eine weitere Idee.

Laut Bürgermeister Manfred Schötz wäre die Nutzung der Alten Schule im medizinischen Sinn möglich, von der Pflege bis zur Arztpraxis. Für das gesamte Areal könnte auch eine Hackschnitzel-Nahwärmeversorgung entstehen. Dafür gebe es auch im übrigen Ort Bedarf. Ferner könnte ein Generationenplatz eingerichtet werden. Bei der Gestaltung des Umgriffs müsse man natürlich auch die Verkehrsführung im Auge behalten.

Am Ende stellte Manfred Grüner fest, dass sinnvolle Möglichkeiten für eine Nutzung von Schloss und Umgriff vorhanden seien und die Ideen der Oberschwarzacher gut zu einem Nutzungskonzept zusammengefasst werden könnten.

Schlagworte

  • Oberschwarzach
  • Norbert Finster
  • Fördermittel
  • Fördervereine
  • Manfred Schötz
  • Monika Lindner
  • Regierung von Unterfranken
  • Regierungen und Regierungseinrichtungen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!