SCHWEINFURT

HBB feiert Richtfest am neuen Seniorenpflegeheim

In der Theresienstraße steht der Innenausbau des Seniorenpflegeheims mit 152 Plätzen der HBB an. Am Dienstag wurde Richtfest gefeiert, Ende März nächsten Jahres soll es in Betrieb genommen werden. Foto: Schikora

Hamburger Wetter für den Hamburger Investor: Der strömende Regen schreckte am Dienstagmorgen aber weder Arbeiter noch Polit-Prominenz an der Baustelle für das Seniorenpflegeheim in der Theresienstraße ab, Richtfest zu feiern. Da ging's gut beschirmt nach draußen, wo der Zimmermann es sich nicht nehmen ließ, auf dem Gerüst traditionell alles Gute zu wünschen.

Impuls für Gründerzeitviertel

Trocken ging es innen weiter, wo Oberbürgermeister Sebastian Remelé die Bedeutung des Projekts in der Theresienstraße für die Stadt hervorhob. Es sei zum einen aus städtebaulicher Sicht ein „wichtiger Impuls für das Gründerzeitviertel.“ Zum anderen bedeutsam für die älteren Mitbürger Schweinfurts. Die Hanseatische Gesellschaft für Seniorenimmobilie (HBB) aus Hamburg hat im Moment zwei Projekte in der Wälzlagerstadt, die nicht nur für innovative Industrieprodukte bekannt ist, sondern auch dafür, die älteste Stadt Bayerns zu sein. Zu den aktuell 809 Plätzen in Schweinfurter Seniorenheimen kommen weitere 325 in zwei neuen Seniorenpflegeheimen hinzu.

Insgesamt 42 Millionen Euro-Investition

In der Theresienstraße, wo HBB die jahrelange Industriebrache des ehemaligen Kümmeth- & Ziegler-Autohauses auf 3900 Quadratmetern teilweise überbaut, sowie am Noch-Standort zweier Schwesternheime an der Ecke Henneberg-/Mainberger Straße. Die Investition liegt bei insgesamt 42 Millionen Euro. Es entstehen 240 Arbeitsplätze (160 Vollzeit), großteils im Pflegebereich. Der Innenausbau in der Theresienstraße, Generalunternehmer ist die Arge Glöckle/Riedel-Bau, beginnt nun, Eröffnung des Komplexes soll Ende März nächsten Jahres sein.

Laut OB ist der Bedarf für seniorengerechte Angebote groß, die Lebenserwartung steigt kontinuierlich, die Stadt habe auch relativ große Sogwirkung für ältere Mitbürger aus dem Landkreis, die im Alter entsprechende Angebote bräuchten.

Offenes Haus für alle

In der Theresienstraße gibt es in dem fünfstöckigen Gebäude 152 moderne Pflegeplätze, rund 80 Prozent als Einzelzimmer.

Betreibergesellschaft ist wie bei HBB üblich die Firma Domicil, die nicht nur nach den neuesten Standards bauen lässt, sondern auch Wert darauf legt, dass es ein offenes Haus wird, das von den Nachbarn in der Umgebung mitgenutzt wird – entsprechende Angebote im Festsaal im Erdgeschoss wie eine öffentliche Cafeteria, Mittagessen, Tanzveranstaltungen, etc. sind geplant. Im Haus wird auch ein Friseur sein, die Gartenanlage mit Wasserspiel soll als Ort der Ruhe und Entspannung für Bewohner und Gäste dienen.

HBB-Geschäftsführer Oliver Radünz betonte. „Wir möchten, dass es ein Vorzeigeprojekt in Franken wird.“ Bisher ist das deutschlandweit in Sachen Seniorenimmobilien, Gewerbeimmobilien und Wohnungsbau aktive Unternehmen in Bayern außer Schweinfurt nur in Bayreuth und München aktiv.

Aufbruch im Gründerzeitviertel?

OB Remelé hofft, dass das Projekt „ein Aufbruchsignal ist, dass sich der Stadtteil neu definieren kann.“ Es gebe weitere Anfragen für gewerbliche Nutzungen, außerdem werden auf dem ehemaligen Autohaus-Areal in Richtung Schrammstraße/Luitpoldstraße von einem anderen Investor Mehrfamilienhäuser gebaut.

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