Wetzhausen

Händels "Jubilate" erklang in der Martinskirche

Die Kantorei Haßberge war zu Gast in der Martinskirche Wetzhausen. Foto: Rita Steger-Frühwacht

Den Abendmahlsgottesdienst anlässlich der Jubelkonfirmation in Wetzhausen, Dekanat Rügheim, gestaltete die Kantorei Haßberge zusammen mit dem Ensemble Würzburg und Solisten musikalisch mit. Als Solisten waren Elena Keksel (Sopran), Barbara Buffy (Alt), Martin Pauli (Tenor) sowie Sven Fürst (Bass) zu hören. Die Leitung hatte Dekanatskantor Matthias Göttemann, der im Gottesdienst auch die Kirchenlieder auf der Orgel begleitete.

Chor, Orchester und Solisten begeisterten die zahlreichen Besucher mit dem geistlichen Chorwerk "Jubilate für den Frieden von Utrecht" von Georg Friedrich Händel. Die Aufführung erfolgte in der Veranstaltungsreihe "Kirchenmusik in den Haßbergen", die sowohl Konzerte als auch Kantatengottesdienste in Kirchen verschiedener Pfarreien des Dekanats Rügheim umfasst.

"Jubilate für den Frieden von Utrecht" war Händels erster Auftrag vom englischen Königshaus für die musikalische Gestaltung des Dankgottesdienstes anlässlich des am 13. Juli 1713 geschlossenen Frieden von Utrecht, der den Spanischen Erbfolgekrieg für England vorteilhaft beendete. Als Text hat der Komponist den 100. Psalm gewählt. Dieser Bibeltext hat die Freude an Gott und die Dankbarkeit ihm gegenüber zum Thema.

Die erste Zeile des Psalms "Jauchzet dem Herrn, alle Welt" erklang als ein freudig virtuoses Stück vom Chor. Das Psalmwort "Dient dem Herrn mit Freuden" gestaltete der Komponist als Doppelfuge, in der das Wort "gladness" (Fröhlichkeit) besonders melodisch entfaltet wurde. Im Duett über "Erkennt, dass der Herr Gott ist" ließen die Altistin Barbara Buffy und der Bass Sven Fürst die Freude über die Schöpfung Gottes erstrahlen.

Ihr Gesang wurde durch Oboe und Violine zum Quartett erweitert. Nur die Streicher und Orgel-Continuo begleiteten den rund 50-köpfigen Chor bei der Passage "Geht zu seinen Toren ein mit Danken". Diese Mitte des Stückes setzte einen Ruhepunkt, bei dem das immer wiederkehrende Motiv "be thankful of his name" einer musikalischen Verbeugung glich. Im Terzett von Alt, Tenor und Bass vermittelte das unaufhörliche "everlasting" des Bass-Solisten Sven Fürst die nie endende Gnade Gottes für sein Volk.

Mit einem majestätischen "Gloria Patri" begann das "Ehre sei dem Vater" am Ende des Psalms, der mit einem Adagio und einem intensiven Amen-Motiv des Chores mit Begleitung von Trompeten, Oboen, Streichern und Orgel-Continuo einen fulminanten Schlusspunkt der Aufführung setzte. Die Gottesdienstbesucher dankten den Musikern mit langanhaltendem Applaus.

Das Chorwerk "Jubilate für den Frieden von Utrecht" ist am Sonntag, 7. Juli, nochmals in der Marienkirche Königsberg zu hören. Beginn des Gottesdienstes ist um 10.15 Uhr.

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