Schweinfurt

Herbstbelebung senkt die Arbeitslosenzahl

Im September sind in der Region Main-Rhön 506 Arbeitslose weniger gezählt worden als im Vormonat. Im Vergleich sind es deutlich mehr. Wie sind die Aussichten?
Die übliche "Herbstebelebung" hat im September auch in der Region Main-Rhön die Zahl der Arbeitslosen leicht sinken lassen. Foto: Oliver Berg/dpa

Die "einsetzende Herbstbelebung" reduzierte die Arbeitslosigkeit in der Region, teilt die Arbeitsagentur Schweinfurt mit. Demnach waren im September in Stadt und Landkreis Schweinfurt  sowie den Landkreisen Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld 7535 Menschen arbeitslos gemeldet (Quote: 3,0 Prozent). Das sind 506 Erwerbslose weniger als im August, als die Quote bei 3,2 Prozent lag. Im Vorjahr lag das Niveau der Arbeitslosigkeit allerdings niedriger. Im September 2018 wurden 511 Arbeitslose weniger gezählt, die Arbeitslosenquote lag bei 2,8 Prozent.

Die Jungen profitieren am stärksten 

Im September war laut dem Schweinfurter Arbeitsagenturchef Thomas Stelzer der Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Gruppe der unter 25-Jährigen am stärksten. Die duale Ausbildung sei nach wie vor eine zentrale Stütze der Fachkräftesicherung für die meisten Unternehmen, obgleich diese zunehmend in Konkurrenz mit der akademischen Ausbildung stehe, so Stelzer: "Die Zahlen belegen, dass der Berufseinstieg für einen Großteil der Ausbildungsabsolventen in unserer Region reibungslos verläuft. Diese positive Entwicklung der letzten Jahre hat sich aktuell noch verstärkt." Heuer im Sommer hätten sich im Anschluss an eine betriebliche Ausbildung knapp ein Viertel weniger Jugendliche arbeitslos gemeldet.

10 326 Menschen waren laut der Monatsstatistik im September von Unterbeschäftigung betroffen. Die Unterbeschäftigungsquote - sie umfasst die Arbeitslosen und die Menschen in Maßnahmen, die nicht als arbeitslos gezählt werden - betrug 4,1 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sind dies 378 Personen weniger. Vor einem Jahr lag die Unterbeschäftigungsquote niedriger bei 3,9 Prozent. 29 Betriebe hatten Kurzarbeit angemeldet - einer mehr als im August. Betroffen waren mit 665 Arbeitnehmern 20 mehr als im Monat davor. Im Vergleich zum September 2018 ist die Kurzarbeit deutlich gestiegen. Vor einem Jahr hatten nur zehn Betriebe für 105 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt.

Weniger Stellenangebote

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Fluchthintergrund hat leicht abgenommen. Im September wurden 729 arbeitslose Menschen mit Fluchthintergrund gezählt, 68 weniger als im August. Ihr Anteil an allen gemeldeten Erwerbslosen betrug 9,7 Prozent. "Auf dem regionalen Arbeitsmarkt sind gute Voraussetzungen gegeben, um geflüchtete Menschen an den Arbeitsmarkt heranzuführen", so Agenturchef Stelzer.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften zeigte sich im September mit 739 neuen Stellenangeboten deutlich verhaltener als in den letzten Monaten, heißt es im Monatsbericht weiter. Dies seien 289 Stellen oder 28,1 Prozent weniger gewesen als im August. Seit Jahresbeginn wurden 7885 Stellenzugänge verzeichnet - ein Rückgang von 650 Stellen oder 7,6 Prozent im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres.

Arbeitsmarkt bleibt wohl robust

Der aktuelle Bestand von 5037 offenen Stellen mit einem Rückgang von 480 Stellenangeboten oder 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, "bewegte sich weiterhin auf einem sehr hohen Niveau", so die Einschätzung der Schweinfurter Arbeitsagentur: "Rein rechnerisch kamen im September auf eine offene Arbeitsstelle 1,5 arbeitslose Menschen."

 "Die Steigerungen bei der Beschäftigung werden geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren", resümiert Stelzer. Der Arbeitsmarkt in der Region Main-Rhön werde jedoch "voraussichtlich auch in der derzeitigen Wirtschaftsschwäche relativ robust bleiben“.

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