Niederwerrn

Hilfe für Regenbogen, Leuchtturm und Schatzinsel

Zurück in der sanierten Kirche St. Bruno: der Gesangverein Fortschritt 1913 Niederwerrn. Foto: Uwe Eichler

Es sind die kleinen Dinge, die im Leben zählen: Vorsitzender Karl Haag begrüßte mit einem Nietzsche-Zitat zum Benefizkonzert des Gesangvereins Fortschritt in der gut besuchten Kirche St. Bruno. Nach Abschluss des Umbaus sind die Sänger wieder in ihren "Konzertsaal"  zurückgekehrt. Der Altarraum erstrahlte in adventlichem Violett, als sechs Chöre oder Musikgruppen ihr Können präsentierten, zu Gunsten krebskranker Kinder.

Claudia Roßberg berichtete von der Arbeit der Elterninitiative der Kinderklinik Würzburg: im Umfeld der Stationen Regenbogen, Leuchtturm und Schatzinsel. Für Entlastung der jungen Patienten und ihrer Familien sorgt in den vertrauten vier Wänden mittlerweile auch eine ambulante Betreuung.

Den Auftakt hatten die Niederwerrner Musikanten übernommen, unter bewährter Leitung von Thomas Will: mit Themen aus Tschaikowskis Ouvertüre zu "1812". Der Gesangverein Fortschritt trat mit Dirigentin Irmi Haag an, zu weihnachtlichen Klängen von Lorenz Maierhofer. "Winter is coming": Auch wenn der Wetterbericht aus der Fantasy-Serie "Game of Thrones" nicht so ganz zum Herbstgrau an der Wern passte, war für Gänsehaut-Stimmung gesorgt. Mit der fulminanten Filmmusik  aus der Feder des Deutsch-Iraners Ramin Djawadi übernahmen wieder die Niederwerrner Musikanten. Von "GoT"  ging es schnurstracks weiter zu Karel Gott und "Fang das Licht".

"Aufwachen" lautete der Wunsch von Pfarrer Stefan Kömm. Der Gastgeber erinnerte an das Adventsmotto 2019 und zitierte Anthony de Mello: "Spiritualität bedeutet Wachwerden". Manche Menschen sterben im Schlaf, ohne jemals wach geworden zu sein, hat der indische Geistliche launig festgestellt. Manch Sohnemann, der früh nicht mehr in die Schule will, entpuppt sich heutzutage sogar als Klassenlehrer: "Hören Sie auf, ihre Lebenszeit mit Unwichtigem und Nebensächlichem zu verschwenden."

Garantiert keine Zeitverschwendung war der Auftritt des Maßbacher Chors Il Cantare. Dirigentin Bianca Greubel ließ das Publikum zu "Jingle Bells" mit Schlüsseln klingeln. Die Kutschenfahrt führte, von wegen Klimawandel, diesmal durch den grünen Wald.

Die junge Formation WernBeat (die gerade ihre Premiere auf dem Oberwerrner Weihnachtsmarkt hatte) trat unter anderem mit dem ewig jungen Peter Maffay oder einem gefühlvollen "Hallelujah" an, bekannt durch Leonard Cohen. Der Ökumenische Chor unter Leitung von Rachel Teoh Toh steuerte Besinnliches bei, darunter Georg Händel ("Freue dich Welt, der Herr ist da") und ein Spiritual der Schweinfurter Pianistin selbst.

Die acht "Pr8männer" aus Bergrheinfeld (Leitung Georg Kestler) waren mit Händels "Tochter Zion" angereist, ließen den Schnee leise rieseln und begeisterten auch sonst ihre kleinen wie großen Fans.

"Give us peace" wünschten sich am Ende die Niederwerrner Musikanten, bevor sie mit der "Petersburger Schlittenfahrt" und dem "Macht hoch die Tür" flotte Zugaben bescherten.

Dank der Sponsoren (Einkaufsmarkt Maul, Metzgerei Lamprecht und Bäckerei Kuchenmeister) kam vor der Kirche das leibliche Wohl nicht zu kurz, bei Benefiz-Glühwein und -Gezwickten.

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