GRAFENRHEINFELD

Höchste Belastung seit zehn Jahren

Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: (von links) Vereinsvorsitzender Markus Weidinger, stellvertretende Landrätin Christine Bender, Kommandant Matthias Hübner, (von rechts) Kreisbrandrat Holger Strunk, Bürgermeisterin Sabine Lutz und Kreisbrandmeister Mirko Böhm ehrten Feuerwehrmann Bernd Markert (Mitte).
Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: (von links) Vereinsvorsitzender Markus Weidinger, stellvertretende Landrätin Christine Bender, Kommandant Matthias Hübner, (von rechts) Kreisbrandrat Holger Strunk, Bürgermeisterin Sabine Lutz und Kreisbrandmeister Mirko Böhm ehrten Feuerwehrmann Bernd Markert (Mitte). Foto: Herbert Markert

Die Grafenrheinfelder Feuerwehr braucht sich um ihren Nachwuchs wenig Sorgen zu machen. Kommandant Matthias Hübner berichtete in der Jahreshauptversammlung stolz von 16 Feuerwehranwärtern in der starken Jugendgruppe.

Dass da starker Nachwuchs nachkomme, zeige auch der wiederholte Sieg beim Jugendfeuerwehrwettbewerb des Landkreises. Schon zum fünften Mal und seit 2012 in Folge hätten die Grafenrheinfelder ganz oben auf dem Treppchen gestanden, lobte Hübner die Jugend.

Ein Ausbildungstag (mit Einsatzübungen aus den Bereichen Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Gefahrgut sowie Retten über Leitern), der auch 2014 angeboten werden konnte, mache Spaß und schaffe Motivation, so der Kommandant weiter.

Aus dem Aktivenbereich zählte er 96 Einsätze auf, die die Rafelder Wehr im vergangenen Jahr zu leisten hatte. Darunter seien 13 Brandeinsätze gewesen.

Allein zweimal hätte die Nachbarwehr in Bergrheinfeld bei umfangreicheren Bränden von Müll und Unrat auf dem Gelände einer Entsorgungsfirma an der Bahnlinie unterstützt werden müssen.

Unter die 39 technischen Hilfeleistungen subsumierte Hübner auch die Einsätze bei mehreren Verkehrsunfällen im Ortsbereich sowie auf der nahen Autobahn A 70. „Teilweise mit Schwerverletzten“, erinnerte er sich mit Grausen. Aber auch bei der Explosion einer Gabelstaplerbatterie in einem ortsansässigen Betrieb sei die Feuerwehr vor Ort gewesen.

Viele Einsatzstunden habe auch der Sicherheitsdienst mit 23 Einsätzen gefordert. Einsatzstärkster Wochentag war nach Hübners Worten der Freitag, am häufigsten musste die Wehr am Nachmittag zwischen 12 und 18 Uhr ausrücken. Unter dem Strich rechnete der Kommandant mit 1637 Einsatzstunden die höchste Belastung der vergangenen zehn Jahre vor.

Insgesamt habe die Rafelder Wehr 2014 5735 Dienststunden erbracht. Dabei seien die Tätigkeiten der Führung für Administration, Organisation und Sitzungen noch gar nicht eingerechnet. Neben den 16 Anwärtern ab zwölf Jahren leisteten derzeit noch 63 Aktive (darunter 25 Atemschutzträger) Feuerwehrdienst in der Gemeinde.

Am 24. April stehe als Nächstes die Abnahme der Leistungsprüfung „Wasser“ an. Übungsbeginn sei der 13. April. Die Vorschau des Kommandanten sah neben den Pflichtaufgaben auch einige gesellschaftliche Anlässe vor wie einen Ausflug nach Frankfurt, den Kameradschaftsabend und wie in den letzten Jahren den „Tag der offenen Tür“ zum Abschluss der Brandschutzwoche im September.

Vereinsvorsitzender Markus Weidinger ging in seinem Bericht auf die Vereinsaktivitäten 2014 ein: Eine Delegation von 20 Feuerwehrleuten habe die Patenfeuerwehr in Dugi Rat in Kroatien besucht. Sehr wichtig für den Verein sei die Mitwirkung an der Kirchweih.

Der Bericht von Kassenwart Oliver Iff offenbarte, dass der dadurch erarbeitete Helferanteil einen erheblichen Posten in der Vereinsfinanzierung darstellt.

Bei Teilneuwahlen wurden die Vertrauensleute Sebastian Berlenz und Otto Staat sowie Kassenprüfer Frank Berlenz bestätigt. Als weiteren Kassenprüfer wählte die Versammlung Michael Rüttiger.

Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Bernd Markert von der stellvertretenden Landrätin Christine Bender die staatliche und von Bürgermeisterin Sabine Lutz die gemeindliche Ehrung verliehen.

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