OBERWERRN

„Ich bau ne Stadt für dich“

Ein Zoo in der SVO-Turnhalle: Das Bauspielmobil machte in Oberwerrn Station.
Ein Zoo in der SVO-Turnhalle: Das Bauspielmobil machte in Oberwerrn Station. Foto: Uwe Eichler

(ue) Es muss nicht immer Game Boy oder Computer sein. Dass man auch „einfach Spaß“ haben kann, bewies das Mainspielmobil von Michael Keim mit seinen 20 000 Holzteilen in der Turnhalle des SV Oberwerrn. Mit diesen Teilen sollten 40 Kinder, frei nach Adel Tawil, eine Stadt nachbauen: wenn auch nicht aus Glas und Gold und Stein, sondern aus zerkleinerten, polierten Palettenhölzern.

Unter Schirmherrschaft der Oberwerrner Seniorengruppe (vertreten durch Alois Beck, Bruno Bausenwein, Richard Ludwig, Norbert Schindelmann, Klaus Zimmermann, Adolf Paul und Egon Fraunholz) wurde das Baumaterial dann einen Nachmittag lang aufgeschichtet, mit viel Liebe zum Detail. Schon nach zwei Stunden (be-)staunte man Bauklötze: Es entstanden eine Kirche mit grünem Pfarrer und benachbartem Kindergarten, ein Schwimmbad inklusive Turm und Sauna, ein großer Marktplatz neben einem Wolkenkratzer, ein Zoo mit einzelnen Gehegen und Holztieren sowie das Rathaus (symbolträchtig als Ruine).

Besonders beeindruckend in der Miniatur-Stadt waren ein großes, ovales Stadion mit Tribüne, Zuschauerreihen, ein filzgrünes Spielfeld oder der Bahnhof, zu dem sich viele Meter Gleise schlängelten.

Am Schluss stellten die Nachwuchs-Architekten dann ihr jeweiliges Projekt vor. Und am „Stadtrand“ durften Brett- und Geschicklichkeitsspiele ausprobiert werden.

„Es geht ums soziale Miteinander“, freute sich Erzieherin Andrea Brosch seitens der Gemeinde. So ging es um Teamfähigkeit, planvolles Vorgehen, Fantasie, Selbstbewusstsein und spielerische Erfolgserlebnisse in der Gruppe. All zu wild herumtoben, das war an diesem Tag auch nicht drin. Die meterhohen Türme waren eine wackelige Angelegenheit, ein Hauch von Mikado war bei der Stapelei schon dabei.

Michael Keim bietet sein Bauspielmobil nicht nur Kindern zwischen sechs und 14 Jahren an. Auch bei Firmenfeiern kommen sich so Erwachsene näher. Der ausgebildete Spiel- und Theatertrainer aus Obertheres hat sein Hobby 2007 zum Beruf gemacht. Der begeisterte Brettspieler ist ein Fan einfacher Spiele. Und will anstelle von Perfektion bewusst Experimente mit Versuch und Irrtum zulassen, egal in welchem Alter. Denn: „Wer Spiel für Spielerei hält und Arbeit zu ernst nimmt, hat beides nicht richtig verstanden“, zitierte der Familienvater Ende 40 einen unbekannten Philosophen.

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