Schweinfurt

Idealbesetzung für den Grünen-Vorstand

Der neue Kreisvorstand der Grünen mit (von links) MdL Paul Knoblach (Garstadt), Stefan Memmel (Beisitzer, Niederwerrn), Birgit Schmitt (Beisitzerin, Werneck), Reginhard von Hirschhausen (Schriftführer, Schweinfurt), die neue Kreisvorsitzende Ayfer Rethschulte (Schweinfurt), der neue Kreissprecher Johannes Weiß (Werneck), Nicole Werth (Beisitzerin, Niederwerrn) und Kassier Walter Rachle (Sennfeld). Foto: Hannes Helferich

Der Rückenwind, der die Bündnisgrünen in Bund und Bayern auf den zweiten Platz geweht hat, beflügelt auch den Kreisverband Schweinfurt. Bei der noch nie besser besuchten aktuellen Jahreshauptversammlung in Sankt Kilian Schweinfurt war dieser neue Schwung deutlich zu spüren.

Viel Jubel und Beifall gab es für den überraschenden Wahlerfolg von Paul Knoblach (Bergrheinfeld-Garstadt) als erstem Landtagsabgeordneten des Kreisverbands, für die Verdoppelung der Sitze im Bezirkstag auf vier und für die vielen Neueintritte vor allem junger Menschen. Große Harmonie auch - trotz Kampfabstimmungen - bei den Neuwahlen der beiden neuen Kreisvorsitzenden. Den Frauenplatz nimmt die Schweinfurter Stadträtin Ayfer Rethschulte ein, ebenfalls neu ist mit Johannes Weiß (Werneck) auch der männliche Sprecher der Bündnisgrünen von Stadt und Landkreis Schweinfurt.

Auf den vakanten Frauen-Spitzenplatz hatten sich die 50-jährige Krankenschwester Rethschulte und die erst 19 Jahre alte Nicole Werth (Niederwerrn) beworben. Zwei junge Kandidaten gab es nach dem Verzicht des langjährigen Kreisvorsitzenden Stefan Fuchs für den Sprecherposten: Johannes Weiß (30) und der Schweinfurter Nicolas Lommatzsch (28). Beide sind Gründungsmitglieder der Grünen Jugend und lagen in ihren großteils frei gehaltenen Bewerbungsreden inhaltlich nah beieinander. Den Ausschlag für das klare Ergebnis pro Weiß gab wohl sein großer Einsatz im Ortsverband, im Wahlkampf und seine Vorhaben, die Mitgliederwerbung zu intensivieren und die Mitglieder insgesamt mehr einzubinden. Diese Basisdemokratie sei eng mit den drei anderen Grundsätzen der Grünen, Ökologie, Soziales und Gewaltfreiheit, verbunden, sagte er.

Für weitere zwei Jahre fungieren als Kassier der Sennfelder Kreisrat Walter Rachle und der Schweinfurter Stadtrat Reginhard von Hirschhausen als Schriftführer. Das Beisitzer-Quartett bilden wie bisher Stefan Memmel (Niederwerrn) und die Gerolzhöfer Stadträtin und Kreisrätin Birgid Röder sowie neu Nicole Wirth (Niederwerrn) und Kreisrätin Birgit Schmitt (Werneck). Vor dem Wahlgang hatte die Versammlung eine Reduzierung des Vorstands von zehn auf acht Köpfe beschlossen.

Margret Osterloh erinnerte im Bericht des alten Kreisvorstands an die vielen Aktivitäten in 2018 und hob vor allem die Auftritte der fast kompletten Politprominenz der Bündnisgrünen in Stadt und Landkreis hervor. Der neue Landtagsabgeordnete Paul Knoblach sprach angesichts der je vier Frauen und Männer, der gesunden Altersmischung und der fast paritätischen Besetzung mit Stadt und Land-Grünen von einem ideal besetzten neuen Kreisvorstand. Er dankte für die großartige Unterstützung im Wahlkampf, sprach - gerührt - von einer tollen Gemeinschaftsleistung und versprach, „der zu bleiben, der ich bin, ich fliege nicht weg“.

Dafür erntete er ebenso viel Beifall wie wenig später Stefan Fuchs, dem Rachle für seine Zeit als Kreischef dankte. Mit zehn Jahren sei Fuchs Rekordhalter, sagte Rachle. 

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