MÖNCHSTOCKHEIM

Immer weniger Niederwild

Martin Rügamer aus Gerolzhofen bleibt Leiter des Hegerings IV Gerolzhofen. Zweiter Vorsitzender ist Reiner Schwab und Schriftführer Bernhard Feuerbach junior. Das war das Ergebnis der Neuwahl bei der Hegeringversammlung im Gasthaus Schmitt in Mönchstockheim.

Martin Rügamer berichtete, dass die Hegeschau am Freitag, 5. Mai, um 18 Uhr in der Stadthalle Schweinfurt ausgerichtet wird.

Die Hubertusmesse findet am Samstag, 4. November, in der Stadtpfarrkirche in Gerolzhofen statt.

Ständig gibt es Probleme mit Hunden und ihren Besitzern, Wanderern, Joggern, Mountainbikern und Reitern in den Jagdrevieren, wurde beklagt.

Der stellvertretende Hegegemeinschaftsleiter Reiner Schwab berichtete mit übersichtlichen Statistiken über die Jahresstrecken 2016/17 der einzelnen Wildarten. Er stellte fest, dass es besonders große Einschnitte beim Niederwild gab.

Die Rehwildabschüsse (158) werden seit Jahren nicht mehr erfüllt. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Schweinfurt stuft alle drei Jahre den Verbiss in der Hegegemeinschaft mit „zu hoch“ ein, deswegen werden die Abschüsse erhöht. Am stärksten betroffen sind die Revierpächter, die am Forstbetrieb Ebrach angrenzen. Sie sehen kaum noch Rehe. Dort finden jährlich rund 20 große Bewegungsjagden statt.

Als auffallend bezeichnet Reiner Schwab den deutlichen Rückgang der Schwarzwildstrecke (85). Allein durch die Bejagung sei diese starke Abnahme nicht zu erklären. Möglicherweise spielt die Aujeszkysche Krankheit eine große Rolle.

Seit 2008 haben sich die Strecken Feldhase (69) und Rebhuhn (0) nicht mehr erholt, sie haben heute den tiefsten Stand erreicht. Für den starken Rückgang beim Fuchs (168, Vorjahr 195) wird die Staupe verantwortlich gemacht.

Der frühere stellvertretende Hegeringleiter Toni Zembsch beklagte die großen, nicht waid- und tierschutzgerechten Bewegungsjagden bei den Bayerischen Staatsforsten. Er schilderte, wie Bewegungsjagden 2016 und im Januar 2017 in unterschiedlichen Bayerischen Staatsforst-Betrieben stattfanden. Darunter fielen besonders auf: Forstbetrieb Forchheim, Forstbetrieb Münchener Forstverwaltung, Forstbetrieb Ebrach und Stiftung Juliusspital Würzburg.

Das seien keine Jagdreviere, sondern Waldbereiche zur Ausrottung des Rehwildes, kritisierte Zembsch. Dort finde eine reine Schädlingsbekämpfung statt, nach dem Motto „Zahl vor Wahl“. Gegen Forstbetriebsleiter wurden Strafanzeigen erstattet. Die Jäger im Hegering Gerolzhofen zeigten sich erschüttert, wie diese Jagden durchgeführt wurden.

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