Abersfeld/Rütschenhausen

Jahresrückblick: Zwei Großbaustellen auf der B 303

Millionen investierte das Bauamt in die Bundesstraße 303. Vor allem die Trasse rund um die Autobahn 7 bei Rütschenhausen erhielt ein neues Gesicht.
Beendet wurden im Jahresverlauf die Ausbauarbeiten auf der B 303 an zwei Stellen: im Norden und Westen des Landkreises. Foto: Irene Spiegel

5,75 Millionen Euro investierte die Bundesrepublik Deutschland in den Ausbau des 8,5 Kilometer langen Teilstücks der Bundesstraße 303 zwischen der A 70 und der Landkreisgrenze nördlich von Abersfeld. 2013 hatte er begonnen wurde 2018 abgeschlossenl. Zuerst wurde zwischen Forst und Rednershof ausgebaut, dann folgte das Teilstück südlich von Abersfeld bis zur Landkreisgrenze, 2017 schließlich der Abschnitt Waldsachsen bis Abersfeld.

In der Verantwortung des Staatlichen Bauamt liegt sowohl die Betreuung der 337 Kilometer Bundesstraßen als auch der 55 Kilometer Bundesautobahnen. Außerdem ist die Schweinfurter Behörde zuständig für 956 Kilometer Staatsstraßen und 540 Brückenbauwerken, darunter sieben große Mainbrücken. Für den Unterhalt dieses Verkehrsnetzes sind ständig Baumaßnahmen am Laufen. „Entweder es muss punktuell ausgebessert oder komplett erneuert werden“, erklärte Rüdiger Köhler, zuständig für die Straßenbauarbeiten im Raum Schweinfurt und Bad Kissingen. Abhängig ist dies vom Zustand und Alter einer Straße.

14 Zentimeter höher

„In der Regel hat eine Fahrbahndecke eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren. Aber bei uns wird das oft deutlich überschritten“, sagte Köhler angesichts der Vielzahl der zu betreuenden Straßen. Steht ein Neuausbau einer Straße an, gibt es zwei Alternativen. Entweder es wird alles herausgerissen und von unten komplett neu aufgebaut oder – wenn der Untergrund noch einigermaßen stabil ist – nach oben aufgebaut. Die Asphaltschicht wird dann ein Stück abgefräst und der neue Aufbau obendrauf gesetzt. Die Straße wird dann etwas höher.

Bei der B 303 wurde diese Variante gewählt. Die Straße liegt im Endausbau 14 Zentimeter höher als vorher. „Hier geht das, weil die Brücken in diesem Bereich der B 303 alle hoch genug sind“, verweist Köhler auf eine Mindestdurchfahrthöhe, die eingehalten werden muss. Auch die Einmündungen mussten an die neue Straßenhöhe angepasst werden. Trotz dieses Mehraufwands sei diese Bauweise billiger, weil man sich die Entsorgungskosten für das Altmaterial spare.

Auch bei Rütschenhausen wurde gebaut

Mitunter wird bei Ausbaumaßnahmen auch der Straßenverlauf korrigiert. „Bei alten Straßen sind oft Kuppen und scharfe Kurven drin, da müssen wir dann die Linienführung anpassen“, erklärt Köhler. Zwischen Rütschenhausen und Sömmersdorf war dies beispielsweise der Fall.

Auf 7,5 Meter Breite vergrößerte sich die Fahrbahn zwischen der Kreisstraße und Rütschenhausen beim nächsten Bauabschnitt schon 2017, die Kurve vor dem Dorf wurde entschärft und der Radweg weiter ausgebaut. Die vorerst letzte Maßnahme zwischen Rütschenhausen und der Autobahn startete im September 2017.

Die neue Zufahrt zur Autobahn änderte auch die Vorfahrtsregelung, das letzte Stück Radweg wurde fertig und der Pendlerparkplatz bietet 86 Autos Platz. In der Summe haben die Bauabschnitte bei Rütschenhausen über fünf Millionen Euro gekostet. Die Aufteilung in kleine Häppchen, so Köhler, war wohl den klammen Kassen in den letzten Jahren geschuldet. 

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