SCHWEINFURT

Jürgen Kaiser gewinnt Kurzfilm-Preis

Jürgen Kaisers neues Projekt: Ein Setting für einen Stop-Motion-Film über den Klassiker „Ghostbusters“. Foto: Jürgen Kaiser

Weiterer Erfolg für den Schweinfurter Filmemacher Jürgen Kaiser sowie seine Mitstreiter Stephan Mittelstraß und Sabrina Heuer. Ihr Star-Trek-Fanfilm „Star Trek Enterprise II: Der Anfang vom Ende“ in Stop-Motion-Technik, der im Juni im Weltbio-Kino in Schweinfurt Premiere feierte, wurde kürzlich bei der Camgaroo Award Night in München ausgezeichnet. Er gewann den vom Fernsehsender Tele5 vergebenen Sonderpreis für alle Kurzfilm-Kategorien.

Jürgen Kaiser ist glücklich über die überraschende Auszeichnung: „Wir haben uns beworben, aber nie damit gerechnet, dass wir nominiert werden. Schon das war eine Ehre“, erzählt er. Als Sieger über alle Kategorien gibt es für Kaiser und sein Team nun 2222 Euro Preisgeld und die Zusicherung, dass sein Film an Silvester im Fernsehsender Tele5 gezeigt wird. Der Camgaroo Award ist eine private unabhängige Institution, gegründet 2002 von Gabriele Lechner. Mit dem Preis werden junge Filmemacher geehrt, die unabhängig und frei ihre eigenen Filme produzieren. Die Veranstaltung gibt es seit 15 Jahren, 500 Filmemacher aus Deutschland, Österreich und der Schweiz treffen sich jährlich, um die Besten zu küren.

Publikum begeistert

Wie schon bei der Kino-Vorführung in Schweinfurt, erfreute Kaisers mit viel Liebe zum Detail erstellter Film in Stop-Motion-Technik auch beim Camgaroo-Award. „Die Leute haben sehr begeistert reagiert. Als sie circa fünf Minuten des Films gesehen haben, gab es langen und lauten Applaus“, so Kaiser. Auf dem Internet-Video-Kanal Youtube wird Kaisers Film ebenfalls von den Star-Trek-Fans geschätzt, mittlerweile wurde er 370 000 Mal angeclickt. Kaiser ließ 18 Zentimeter hohe Star-Trek-Action-Figuren in einem eigens von ihm gebauten Setting zum Leben erwecken und kreierte einen einstündigen Film, der nicht nur Fans der Weltraumserie unterhält.

Monatelange Arbeit

In detailverliebter Kleinarbeit bastelte er die Krankenstation, den Maschinenraum oder die Brücke des Raumschiffs Enterprise nach. An jedem Modell arbeitete er rund zwei Monate. Zusammen mit Stefan Mittelstraß schrieb Kaiser das 53-seitige Drehbuch. „Wir wollen ernst genommen werden, das ist keine Parodie“, so der Messfacharbeiter. 220 Drehtage hatte Kaiser, er fotografierte die Szenen mit einer Spiegelreflexkamera. Bei der Stop-Motion-Technik werden bis zu 30 aneinandergereihte Einzelbilder fotografiert und bilden eine Sekunde Film.

Millimeter für Millimeter verschiebt Kaiser seine Schauspieler, um daraus eine Bewegung entstehen zu lassen. Bei Dialogen werden auch die Münder bewegt dank der Bearbeitung am Computer. Eine Sekunde Film verschlang rund eine Stunde Drehzeit.

Ghostbusters als neues Projekt

Eigentlich wollten Kaiser und sein Team nach ihrem Star-Trek-Film kein neues derartiges Projekt angehen, schließlich brauchten sie acht Jahre bis zur Fertigstellung. Über Star-Trek wird es das auch nicht geben, allerdings wegen der verzwickten Rechtefrage und neue Richtlinien, die Fanfilme grundsätzlich erschweren. Doch alle Fans der Kaiserschen Filme können beruhigt sein: „Wir arbeiten zur Zeit an einem Ghostbusters-Fanfilm in Stop-Motion“, erklärt Kaiser.

Jürgen Kaisers Film "Star Trek Enterprise II - Der Anfang vom Ende" läuft am Montag, 2. Januar 2017, um 2.15 Uhr, auf Tele 5.

Die Making-of-Filme von Jürgen Kaisers Star-Trek-Film findet man hier: www.youtube.com/watch?v=rpz1IsJud60

www.youtube.com/watch?v=yNo2tTD3ZMM

Weiterer Erfolg für den Schweinfurter Filmemacher Jürgen Kaiser (Mitte) sowie seinen Mitstreiter Stephan Mittelstraß (li... Foto: LechnerMedia/Camgaroo

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