Heidenfeld

Jugend wählt: Peter Gehring gewinnt mit einer Stimme Vorsprung

Die Katholische Junge Gemeinde Heidenfeld hatte die vier Bürgermeisterkandidaten zur interaktiven Podiumsdiskussion eingeladen. Danach ging die Jugend an die Wahlurne.
Die Akteure der KjG Heidenfeld mit den Bürgermeisterkandidaten: (von links) Martina Braum, Ralf Pfrang, Peter Gehring und Bernd Wehner sowie Sabine Hespelein (KjG, links außen) und Christoph Simon, KJR-Vorsitzender (rechts außen). Foto: Daniela Schneider

Also eins steht schon mal fest: Eine Aufnahmeprüfung an der Kunstakademie bestehen sie nicht, die vier Bürgermeisterkandidaten der Großgemeinde Röthlein. Das haben die Veranstalter der Jugend-Bürgermeisterwahl angesichts der von ihnen "verzapften" Gemälde gleich einmal klar gestellt. Und das macht ja auch nichts, schließlich wollen die vier angetretenen Kandidaten ja auch auf den Chefsessel im Röthleiner Rathaus und nicht an die Wand im Louvre.

Unter dem Motto "Jugend wählt" hatte die Katholische Junge Gemeinde (KJG) Heidenfeld die vier Bürgermeisterkandidaten – "die Martina" (Braum), "den Bernd" (Wehner), "den Peter" (Gehring) und "den Ralf" (Pfrang) – eingeladen und in einer wunderbaren "Tour de Force" auf den demokratischen Prüfstand gestellt. Die Heidenfelder KJG hat da schon Erfahrung; bereits bei den letzten Kommunalwahlen hat sie ähnliche Veranstaltungen gestemmt.

Drei Stunden Frage-Antwort-Spiel

Die Kandidaten haben keine Ahnung, was sie erwartet und können sich nicht wirklich vorbereiten. Sicher ist nur, wie Moderator Christoph Simon, Vorsitzender vom Kreisjugendring Schweinfurt, erklärt, dass "lauter Unbekanntes und nichts Konkretes" auf sie zukommt. Nur die jeweilige Redezeit ist vorgegeben, und Noah von der KJG sorgt mit einer Polizeikelle für die akkurate Einhaltung der Vorgabe. Fast drei Stunden stellen sich die Kandidaten den vielen Fragen, geben ehrliche und kluge Antworten und machen jeden Spaß mit, vom "Obstgarten" bis zum "Eierflug".

Nach Spiel, Spaß und dezenter Wahlwerbung in eigener Sache wird es dann ernst: Die jungen Bürger der Großgemeinde sind an die Wahlurne gerufen. Selbst Lenny, mit fünf Jahren der jüngste Wähler, machte in der Wahlkabine schon sein Kreuzchen. Wo, weiß er nachher auch nicht mehr so ganz genau, egal, schließlich gibt es ja das Wahlgeheimnis. Letztendlich hat der Hirschfelder Peter Gehring mit einer Stimme Vorsprung die Nase vorne. Ihm folgen Martina aus Heidenfeld sowie Ralf und Bernd aus Röthlein.

Der fünfjährige Lenny war der jüngste "Wähler", der an die Urne ging. Foto: Daniela Schneider

Alle vier Kandidaten haben ihr Bestes gegeben, haben sich und ihre Eigenschaften für die Vorstellungsrunde möglichst eindrucksvoll gemalt, ihre Plätze beim Stuhlwechselspiel gekonnt verteidigt und sich – da gibt es noch Nachholbedarf – wenig überzeugend mit  Jugendwörtern wie "Ibims", "fly sein" und "Smombie" rumgeschlagen. In ihren Meinungen sind sie recht nah beieinander, erklären den Kindern und Jugendlichen, dass ein Schwimmbad im Ort zu teuer ist, spezielle Lädchen-Konzepte in Hirsch- und Heidenfeld wohl machbar wären, keiner aus dem Rehberger ein Museum machen möchte und die Kinder zwar nicht aktiv beim Spielplatzbau, wohl aber bei den gestalterischen Planungen eingebunden werden könnten.

Martina Braum verspricht den Kindern und Jugendlichen eine stets offene Bürotür für ihre Belange, Peter Gehring bringt einen Grillplatz ins Gespräch, Ralf Pfrang einen Bauwagen und Bernd Wehner das "Baxi", eine Art Anrufbus, der in Tirschenreuth das Nahverkehrsangebot ergänzt. Eine tolle Veranstaltung, die den Kindern und Jugendlichen den demokratischen Gedanken näher gebracht hat und allen Besuchern aufgezeigt hat, dass Politik tatsächlich auch richtig Spaß machen kann.

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