Kreis Schweinfurt

Junge Union: Mehr Solidarität und Respekt für Landwirte!

Düngeverordnung, Glyphosat-Ausstieg, Tierwohllabel: Die Agrarbranche steht vor großen Herausforderungen. Der Junge-Union-Kreisverband stellt sich hinter die Landwirte.
Um die 1000 Landwirtinnen und Landwirte aus der ganzen Region legten am 22. Oktober mit ihren Traktoren den Verkehr in der Würzburger Innenstadt weitestgehend lahm. Sie protestierten gegen die Politik der deutschen Umwelt- und Landwirtschaftsministerinnen. Foto: Daniel Peter

Die Arbeit der Landwirte aus der Region habe mehr Anerkennung und Wertschätzung verdient, findet die Junge Union (JU). Einige politische Entscheidungen aus der jüngeren Vergangenheit machen laut JU den Bauern zu schaffen. Der JU-Kreisverband im Landkreis Schweinfurt fordert in einer Pressemitteilung "mehr Augenmaß in der Diskussion um die Agrarbranche und mehr Solidarität und Respekt gegenüber all denjenigen, die in der Landwirtschaft tätig sind".

Ihren Unmut über die derzeitige Situation haben unterfränkische Landwirte, darunter aus dem Raum Schweinfurt, jüngst öffentlichkeitswirksam kundgetan: So beteiligten sie sich etwa an den Demonstrationen gegen die aktuelle Agrarpolitik, in Würzburg legten sie im Oktober bei einer Protestaktion mit rund 1000 Traktoren den Verkehr in der Residenzstadt lahm . "In den vergangenen Monaten hatte sich in der Bauernschaft viel Unmut aufgestaut: die Verschärfung der Düngeverordnung, der Glyphosat-Ausstieg oder die Einführung des von vielen Seiten kritisierten Tierwohllabels – die Gründe für die Proteste sind vielfältig", schreibt die Junge Union Schweinfurt in ihrer Pressemitteilung. "Die Bäuerinnen und Bauern beklagten außerdem die mangelnde Wertschätzung in der Gesellschaft und die permanenten Schuldzuweisungen."

Betriebe in ihrer Existenz bedroht

Der Kreisverband der Jungen Union Schweinfurt-Land könne die Standpunkte der Landwirte  sehr gut nachvollziehen. "Die Geschwindigkeit, mit der die Gesetze für mehr Umwelt- und Naturschutz derzeit auf die Branche niedergehen, ist enorm", heißt es in der Mitteilung. Dadurch bedrohten immer weiter gehende Regelungen landwirtschaftliche Betriebe aller Größenordnungen in ihrer Existenz. Die betroffenen Bauern müssten zukünftig besser in die Entwicklung alltagstauglicher Vorgaben mit eingebunden werden, fordert die JU.

Parallel gebühre den Landwirten mehr Respekt und Anerkennung: Jeder Bürger sollte sich laut der Jugendorganisation der CSU ins Bewusstsein rufen, woher die Lebensmittel kommen, welche täglich in den vollgefüllten Regalen in den Supermärkten zu finden sind. Es liege in der Verantwortung jedes Einzelnen, regional einzukaufen und damit auch kleinere Landwirte aus der Region zu unterstützen.

Der JU – Kreisvorsitzende Thomas Siepak zeigt Verständnis für die Proteste aus der Agrarbranche: "Auch die Landwirte in unserem Umkreis sind durch die zahlreichen Verordnungen unter großen Druck geraten und sehen sich gleichzeitig von vielen Seiten Anfeindungen ausgesetzt." Wer unsere bäuerliche Landwirtschaft gängele und geringschätze, schneidet sich laut Siepak ins eigene Fleisch. "Wir stehen hinter unseren Bauern und wünschen uns, dass die Leute beim Einkauf noch gezielter auf regionale Produkte achten. Für uns ist ganz klar: Eine Zukunft ohne Bauern ist nicht vorstellbar!"

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