SCHWEINFURT

KKG will eine Woche später abschalten

E.ON verschiebt den jüngst genannten Termin zur Abschaltung des Atomkraftwerkes Grafenrheinfeld erneut: Hatte der Kraftwerksbetreiber zunächst den 31. Mai dieses Jahres als Ausstiegstag angegeben – sieben Monate vor dem gesetzlich bestimmten Ende der Laufzeit – so verschob er das Datum kürzlich auf den 20. Juni, um noch vorhandenes Material zu nutzen. Nun sagte eine Sprecherin dem Bayerischen Rundfunk, erst am 27. Juni werde der Meiler endgültig abgeschaltet – eine Woche später.

Damit zieht E.ON scharfe Kritik des Schweinfurter Aktionsbündnisses gegen Atomkraft auf sich. Der 27. Juni sei nun ein „neuer, neuer, neuer“ Termin“, bis der Leistungsbetrieb eingestellt werde, „vielleicht auch nicht“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung des Aktionsbündnisses und des Bund-Naturschutz-Kreisverbandes Schweinfurt. „Möglich, dass in zwei Wochen ein anderer neuer Termin genannt wird, wieder mit der aufregenden Begründung, man wolle ,die optimale Ausnutzung aller Brennelemente.'“

Das sei für ein Wirtschaftsunternehmen sogar nachvollziehbar, so BN-Vorsitzender Edo Günter nicht aber die kurzfristigen Änderungen: „Das wirkt erschreckend unprofessionell. Können die Fachleute im AKW wirklich nicht besser einschätzen, wann es soweit ist, dass die Leistung der Brennelemente tatsächlich aufgebraucht ist?“

Ein solches Vorgehen bestärke alle, die den Aussagen von E.ON skeptisch gegenüber stünden, heißt es weiter. Diese Aussagen entbehrten jeder Verlässlichkeit. Der Konzern spiele weiter mit dem Risiko der radioaktiven Katastrophe. Und: Das Aktionsbündnis gegen Atomkraft „findet dieses Verhalten skandalös und inakzeptabel“.

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