Oberschwarzach

Kandidaten im Porträt: Manfred Schötz für Oberschwarzach

Die Liste der Projekte, die Manfred Schötz als Bürgermeister abgearbeitet hat, ist lang. Doch die anstehenden Aufgaben werden nicht weniger. Deshalb will er weitermachen.
Manfred Schötz, Bürgermeister von Oberschwarzach, vor der Sebastiani-Fahne, die im Rathaus aufbewahrt wird. Die Fahne steht für ihn für die stolze Tradition der Marktgemeinde.
Manfred Schötz, Bürgermeister von Oberschwarzach, vor der Sebastiani-Fahne, die im Rathaus aufbewahrt wird. Die Fahne steht für ihn für die stolze Tradition der Marktgemeinde. Foto: Klaus Vogt

Manfred Schötz ist ein Mann, der offenbar nichts dem Zufall überlässt. Er ist bekannt dafür, dass er sich auch in schwierige Sachverhalte tief einarbeitet und dass er bei den Verhandlungen mit den Fachbehörden ein besonderes Gespür dafür hat, für Projekte der Marktgemeinde möglichst hohe Fördergelder herauszukitzeln. Und so verwundert es nicht, dass der Oberschwarzacher Bürgermeister auch zum Pressetermin mit der Main-Post-Redaktion anlässlich seiner erneuten Kandidatur bestens präpariert erscheint.

Der Diplom-Verwaltungswirt (FH) aus Breitbach, verheiratet und Vater zweier erwachsener Kinder, arbeitet auf einer halben Stelle bei der Deutschen Rentenversicherung Bund. Die übrige Zeit ist er ehrenamtlicher Bürgermeister von Oberschwarzach und seinen Gemeindeteilen. Seit 24 Jahren sitzt er nun schon im Gemeinderat, davon sechs Jahre als 2. Bürgermeister und nun schon wieder sechs Jahre an der Spitze des Gremiums. Als Kandidat der CSU tritt er wieder an.

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3 Fragen an: Manfred Schötz / Bürgermeisterkandidat Oberschwarzach

Die von ihm mitgebrachte Liste der Projekte, die Schötz gemeinsam mit dem Marktgemeinderat in den vergangenen sechs Jahren abgearbeitet hat, ist beeindruckend lang. Man kann nur auf die Schwerpunkte eingehen: Die Ortverbindungsstraßen Mutzenroth-Düttingsfeld und Siegendorf-Schönaich wurden saniert, ebenso wie die Ortsdurchfahrt von Schönaich, wo die Gemeinde auf der Baustelle des Landkreises für Wasser und Kanal zuständig war. Das Feuerwehrhaus in Wiebelsberg wurde saniert, das in Handthal neu gebaut.

Schloss als große Aufgabe

Die Spielplätze im Oberschwarzacher Kindergarten, in Mutzenroth und in Schönaich wurden neu gestaltet, ebenso der Friedhof in Siegendorf. Neue Baugebiete wurden ausgewiesen, die Schulturnhalle wurde saniert, das "Terroir f" eröffnet und schnelles Internet mit mindestens 30 Mbit zu jedem Haushalt der Gemeinde gelegt. "Und wir haben das Schloss in Oberschwarzach in die öffentliche Hand übernommen", berichtet Schötz. "Dies war eine sehr stressige Aufgabe."

Umweltschutz sei in der Marktgemeinde schon immer ein wichtiges Thema, auch wenn es nicht an die große Glocke gehängt werde. Mehrere Biotope und kleinere Seen werden über das Vertragsnaturschutzprogramm betreut. In den vergangenen Jahren wurden mehrere Tausend Bäume gepflanzt, denn: "Der Wald ist uns sehr wichtig." 

Neuer Kindergarten

Die kurz- und mittelfristig anstehenden Aufgaben sind immens. Schötz, der früher Marathon gelaufen ist, wird wieder einen langen Atem brauchen. Die Gemeinde will an die Grundschule einen neuen Kindergarten für die Vorschulkinder anbauen, während im sanierten alten Gebäude zwei Krippen und der Hort verbleiben. "Das soll heuer noch passieren", erzählt der Bürgermeister. 

Eine Tagespflege für zwölf bis 15 Personen sei für den Wohnstandort eminent wichtig. Derzeit laufe dafür die Grundlagenermittlung in der Alten Schule. Die Gestaltung des Generationenplatzes in Oberschwarzach, die Aufwertung der Kirchplätze in Wiebelsberg, Handthal und Breitbach und die Eröffnung des Franziskuswegs stünden bald bevor.

Innenentwicklung ist wichtig

Ähnlich wie andere Bürgermeisterkollegen aus der Region unterstreicht auch Manfred Schötz, der bei der Wahl 60 Jahre alt sein wird, die Wichtigkeit der Innenentwicklung, also das Bestreben, die historischen Altorte nicht veröden zu lassen. Für die Sanierung von maximal drei Anwesen pro Jahr, die älter sind als 60 Jahre, schießt die Kommune Geld zu. "Es sind schon 24 Anträge eingegangen", weiß Schötz. Es gibt also eine längere Warteliste. Gleichzeitig hat die Gemeinde aber auch 24 Bauplätze verkauft. Das heißt: "Wir müssen zweigleisig fahren." 

Für die Zukunft müsse man an alle Generationen denken, sagt Schütz. "Wir werden die Senioren nach ihren Bedürfnissen befragen", insbesondere wie und wann man den Bürgerbus fahren lassen soll. Wichtig sei es hier auch, die jetzt noch bestehende Nahversorgung im Dorf zu erhalten. Zur Not müsse die Gemeinde einspringen, auch wenn die rechtliche Grundlage dafür noch ungewiss sei. Für die junge Generation beteilige sich die Marktgemeinde massiv bei der Sanierung oder dem Neubau der Schulen in Gerolzhofen. Und auch der geplante Ausbau des Glasfasernetzes sei eine Investition in die digitale Zukunft.

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