Schonungen

Kandidaten im Porträt: Stefan Rottmann für Schonungen

2012 haben ihn die Bürger der Großgemeinde zum damals jüngsten Bürgermeister Deutschlands gewählt. Jetzt tritt er wieder an. Wie er sich die Zukunft für Schonungen vorstellt.
Der Waldkindergarten ist einer seiner Lieblingsplätze. Stefan Rottmann erwähnt immer, wie günstig die Errichtung dieser ganz besonderen KiTa für die Gemeinde gewesen ist und wie gut diese naturnahe Einrichtung von Kindern und Eltern angenommen wird.
Der Waldkindergarten ist einer seiner Lieblingsplätze. Stefan Rottmann erwähnt immer, wie günstig die Errichtung dieser ganz besonderen KiTa für die Gemeinde gewesen ist und wie gut diese naturnahe Einrichtung von Kindern und Eltern angenommen wird. Foto: Hans-Peter Hepp

Stefan Rottmann war bei seiner ersten Wahl Rekordbürgermeister: 2012 siegte der damals jüngste Rathauschef Deutschlands mit lediglich drei Stimmen Vorsprung in  Schonungen. Nun bewirbt er sich ein zweites Mal um das Amt. Er betonte in den  Wahlversammlungen, dass er sich in den kommenden sechs Jahren weiter für das Wachstum der Großgemeinde einsetzen werde. Langfristig soll sich Schonungen mit Abstand als zweitgrößte Kommune hinter Werneck etablieren.

Zu Beginn seiner Amtszeit stand die Gemeinde ganz im Zeichen der Altlasten. Von der größten Baustelle Bayerns war damals die Rede, der verseuchte Boden der alten Fabriken weit über die Region hinaus ein bekanntes Thema. Schlagzeilen über die Kosten und Risiken prägten die Medien.  Rottmann erinnert an die schwierigen Aufgaben, die sich vor ihm auftürmten. Die Zusammenarbeit mit dem Gemeindeparlament lobt der Amtsinhaber. Zusammen habe man die Schwierigkeiten gut gemeistert, meint Rottmann und verweist auf die "neue Mitte Schonungen". Auf dem ehemals verseuchten Boden entstanden eine Tagespflege und ein schmuckes Seniorenheim, jahrelang prägten dort Baumaschinen das Bild.

Die Kassen der Gemeinde waren leer. Doch Gemeinderat und Bürgermeister gelang es, als "Stabilisierungsgemeinde" viele Fördermittel zu erhalten. Zu Beginn der Amtszeit musste die Gemeinde die Bürger stärker zur Kasse bitten, um in den Genuss dieser Förderquoten zu kommen. Schonungen soll weiter als "Stabilisierungsgemeinde" gefördert werden, meint Rottmann heute, und führt Fördermittel auf, die der Gemeinde für die Pflichtaufgaben zur Verfügung gestellt werden. Im Gegenzug darf aus dem Gemeindesäckel kein Geld in "freiwillige Leistungen" fließen, der Haushalt muss diese Situation berücksichtigen. Besonders freute sich Rottmann über vier Millionen Euro Zuschuss für den Kanalbau, den die Gemeinde wegen ihrer großen Investitionen in das Netz bekommt.

Rottmann wirbt um Wachstum: Die Gemeinde soll noch mehr bieten

Die Gemeinde wächst seit Jahren wieder, junge Familien kommen gerne nach Schonungen.  Stefan Rottmann freut sich über die Kontakte mit den "Zuzüglern".  Mit Stolz blickt Rottmann auf den Ausbau der Gewerbegebiete, freut sich über das große Angebote an Einkaufs-Märkten in Schonungen, über die Vergrößerung der Gewerbeflächen bei Abersfeld und über die neuen Baugebiete, die besonders junge Familien locken sollen. Dabei möchte der Amtsinhaber alle Gemeindeteile weiterentwickeln, Gemeinsamkeiten stärken. Als Beispiel nennt er den gemeinsamen  Faschingszug, der nun zentral in einem  jährlich wechselnden Dorf durchgeführt wird.

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3 Fragen an: Stefan Rottmann / Bürgermeisterkandidat Schonungen

Stefan Rottmann ist seit seinem 16. Lebensjahr politisch engagiert, er war Mitglied der Schonunger Bürgerinitiative rund um die Altlasten  und bewarb sich 2008 erfolgreich um einen Sitz im Gemeinderat. Jetzt wohnt der 33-Jährige mit seiner Familie in Mainberg. 

In seiner Freizeit liebt er Bergwandern und freut sich auf Ausflüge und natürlich den Urlaub mit seiner Frau und den Kindern. In vielen Vereinen war und ist Rottmann aktiv, er kickte früher für Schonungen und war Teil der Musikkapelle. Die Nähe zu den Vereinen hat er sich bewahrt: "Bürgermeisterhelferstunden" stellt er Jahr für Jahr zur Verfügung, grillt Würstchen bei Vereinsfesten oder packt dort mit an, wo er gebraucht wird. Und krank, das ist ihm wichtig, war der einst jüngste Rathauschef Deutschlands auch nie.

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