GRAFENRHEINFELD

Kernkraftwerk wird noch einmal abgeschaltet

Es ist noch nicht das Ende, wenn das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld an diesem Samstag, 7. März, abgeschaltet wird. Vor seiner endgültigen Außerbetriebnahme Ende Mai erfolgt noch einmal ein Brennelementewechsel.
KKG
Das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld bei Schwenfurt: Es soll Ende Mai 2015 endgültig vom Netz gehen. Doch vorher werden nochmal die Brennelemente ausgetauscht. Foto: Theresa Müller
Das Kraftwerk im Kreis Schweinfurt wird deshalb ein letztes Mal abgeschaltet, um bereits bestrahlte Brennelemente in den Reaktor einzusetzen und neu zu positionieren.

Wie Betreiber E.ON informiert, dient diese Maßnahme der „optimalen Ausnutzung der noch vorhandenen Brennelemente“. Eine Beladung mit neuen Brennelementen wäre mit Blick auf den gesetzlich vorgeschriebenen Abschalttermin zum Jahresende 2015 unökonomisch.

 Die Brennelementsteuer, die für den Einsatz von neuen Brennelementen zu entrichten sei,  führe wegen der nur kurzen Restbetriebszeit zu einem unwirtschaftlichen Anlagenbetrieb, heißt es in der Pressemitteilung von E.ON.

Der Brennelementewechsel wird von der atomrechtlichen Aufsichtsbehörde, dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und dem TÜV Süd Industrie Service überwacht.

Laut E.ON erzeugte das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld im vergangenen Jahr 10,4 Milliarden Kilowattstunden Strom und habe damit das zehntbeste Produktionsergebnis seit Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 1981 geliefert.

„Das ist ein Beleg für den guten technischen Zustand der Anlage und die nach wie vor hohe Einsatzbereitschaft der Kraftwerksmannschaft und unserer Auftragnehmer vor Ort“, wird Kraftwerksleiter Reinhold Scheuring zitiert. „Wir werden bis zum letzten Tag einen sicheren Anlagenbetrieb gewährleisten und uns anschließend dem sicheren Rückbau zuwenden“, heißt es weiter.

Laut Jahresbilanz von E.ON musste das KKG im vergangenen Jahr an 257 Tagen die eigene Produktion drosseln, um die zeitlich schwankende Stromeinspeisung aus erneuerbaren Energien auszugleichen. Dadurch habe das Kraftwerk 202 Millionen Kilowattstunden Strom verloren – ein Wert, der sich innerhalb der letzten zehn Jahre mehr als verdoppelt habe, heißt es in der Pressemitteilung.

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