Werneck

Kindergarten Vasbühl: Generalsanierung kostet 1,7 Millionen Euro

Im September vergangenen Jahres beschloss der Gemeinderat, dass der Kindergarten in Vasbühl umgebaut und saniert wird. Um das Altgebäude baulich fit zu machen und an heutige Einrichtungsstandards anzupassen, sind ein neues Raumkonzept und weitreichende Umbauten notwendig.

Vorgesehen sind auch eine energetische Sanierung, der Bau eines zweiten Rettungswegs und die Erneuerung sämtlicher Haustechnik. Platz bieten soll die im Eigentum der Gemeinde befindliche Einrichtung nach dieser Generalsanierung einer Regelgruppe für 25 Kinder sowie einer Kleinkindgruppe mit zwölf Plätzen.

Gut 1,2 Millionen Euro hatte Architekt Benedikt Gerber für das Projekt in einer ersten Kalkulation veranschlagt. Insbesondere die Zahlen der Fachplaner und die Statik sorgen nach aktuellem Planungsstand für Mehrkosten von 500 000 Euro, wie Gerber dem Gemeinderat in der jüngsten Sitzung unterbreitete.

Aufwändiger Brandschutz

Ertüchtigt werden müssen etwa die Holzbalken-Decken mit Unterzügen, Stützen und zusätzlichen Fundamenten. Auch der Brandschutz wird aufwendiger. Der marode Dachstuhl wird komplett erneuert und es müssen mehr und größere Fenster eingebaut werden – eine Auflage der Regierung von Unterfranken.

Die Kostenmehrung im Bereich Sanitär, Heizung und Lüftung erläuterte anhand der Planungen Frank Hoh vom beauftragten Büro. Die Umsetzung orientiere sich an den gültigen Normen und Verordnungen etwa bei der Trinkwasserhygiene. Warmwasser wird nur noch bei Bedarf über Durchlauferhitzer geliefert. Für eine gute Luftqualität ist jetzt eine zentrale mechanische Lüftungsanlage geplant, die allerdings nur einen Mindestluftwechsel weit unter DIN-Norm leisten soll. Im Bereich Heizung muss der Fernwärmeanschluss umgelegt und ein Pufferspeicher erneuert werden.

Keine zusätzlichen Fördergelder

Berücksichtigt sind laut Architekt in den Mehrkosten auch die derzeitigen Preissteigerungen am Bau und der Erwerb eines Nachbargrundstücks. Der Außenbereich am innerörtlichen Standort ist sehr beengt. Ein Neubau, den Gerber auf annähernd zwei Millionen Euro taxierte, wäre hier kaum zu verwirklichen. Ein geeignetes Grundstück für einen Neubau gibt es ebenfalls nicht, sagte Baumgartl. Dass der Kindergartens am bisherigen Standort im Ort bleibt, ist laut Hans Spahn auch der Wunsch der Vasbühler.

Auf die Nachfrage von Harald Simon, ob mit 1,725 Millionen Euro jetzt das Ende der Fahnenstange erreicht sei, sagte Gerber, die Zahlen seien realistisch. Als mögliche Förderung wurden vor einem Jahr 890 000 Euro genannt. Da sie an die Fläche gebunden ist, wird es trotz Kostensteigerung keine zusätzlichen Fördergelder geben. Der Rat segnete einstimmig die Mehrkosten von 500 000 Euro für die Generalsanierung ab. Die Arbeiten werden jetzt ausgeschrieben.

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