UNTERSPIESHEIM

Kindergarten bekommt mehr Platz

Sie fühlen sich wohl in ihren neuen Räumen: hier bei der gemeinsamen Frühstückspause. Foto: Erhard Scholl

„Doppelt gerahmt“ sozusagen ist die Einweihung der Kindertagesstätte St. Sebastian in Unterspiesheim: Das Dorf feiert das 1225. Jahr seiner ersten urkundlichen Erwähnung, und die Pfarrei St. Sebastian feiert – ebenso wie die Nachbarkirche St. Bartholomäus – ihr 225-jähriges Bestehen.

Die Einbindung des Einweihungsfestes in das Gemeindeleben der Pfarrgemeinde St. Sebastian zeigt sich auch darin, dass Pfarrfest und Einweihungfest des Kindergartens gemeinsam gefeiert werden. Ein bunter Veranstaltungsreigen erwartet die Besucher.

Feier am 2. und 3. Juli

Am Samstag, 2. Juli, sind ab 18 Uhr alle Ehemaligen zur „Evergreen-Olympiade in den Kindergarten eingeladen. Der neu renovierte Kindergarten, und insbesondere die neuen Räume der Kinderkrippe sind zu besichtigen, Bilder aus längst vergangenen Zeiten lassen Erinnerungen wach werden. Ab 20 Uhr ist Live-Musik geboten, um 21 Uhr kann man das EM-Viertelfinale per Public Viewing sehen.

Am Sonntag, 3. Juli, um 10.15 Uhr sind alle eingeladen zum Familiengottesdienst in der Pfarrkirche St. Sebastian. Anschließend weiht Pfarrer Thomas Amrehn den Kindergarten ein, es startet die Aktion „Umarmung des Kindergartens“, der Kindergarten wird übergeben.

Vertreter der politischen Gemeinde werden mitfeiern, hat doch die Gemeinde Kolitzheim erhebliche Zuschüsse für die Renovierung und die Erweiterung der Kindertagesstätte um die Kinderkrippe gegeben.

Wer ab 12 Uhr ein Mittagessen möchte, sollte den Flyer mit seinem Essenswunsch bis zum Sonntag, 26. Juni, im Pfarrbüro abgeben, eine Mail schreiben (pfarrei.unterspiesheim@bistum-wuerzburg.de), oder telefonisch seinen Essenswunsch durchgeben (Tel. 09723/1433, oder 936883).

Ab 14.30 Uhr sind die Darbietungen der Kindergartenkinder zu bewundern, im Anschluss sind alle Kinder zur Evergreen-Olympiade eingeladen. Ab 15 Uhr spielt die Feuerwehrkapelle aus dem Altlandkreis Gerolzhofen, „Die Schunkler“ sind ab 18 Uhr zu Gast, ab 21 Uhr besteht die Möglichkeit die Fußball-EM per Public Viewing zu verfolgen.

Die letzte Renovierung fand 1996 statt; der Hauptbau, insbesondere die Liegefenster im Dach waren schon immer „Problemfälle“. Treppen und Böden wurden abgeschliffen, der Schallschutz verbessert. Die Renovierungs- und Erweiterungsarbeiten waren mit 95 000 Euro veranschlagt. Die Erweiterung wurde nötig, weil ein Personalraum und eine Behindertentoilette fehlten. Im vorherigen Personalraum standen elf Quadratmeter für zwölf Mitarbeiterinnen zur Verfügung. Auch war ein Raum in Eingangsnähe gefordert, in dem die Kinderwägen untergestellt werden konnten.

Gut 60 000 Euro übernahm die Gemeinde, die restlichen etwa 30 000 Euro wurden von der Kirchenstiftung und der Diözese aufgebracht.

Die bis zum Umbau und zur Erweiterung bestehende Kinderkrippe war schon immer als Übergangslösung gedacht. Zuschüsse des Freistaates Bayern – 339 000 Euro werden erwartet – und die unzumutbare räumliche Situation führten schließlich zum Anbau. Der umfasst etwa 100 Quadratmeter und bietet Platz für zwölf Kinderkrippenplätze.

Der Kostenvoranschlag lag bei 490 000 Euro. Die Gemeinde zahlte 100 000 Euro, die Kirchengemeinde, zusammen mit der Diözese 50 000 Euro.

Zusammen mit Helga Reder leitet Elisabeth Dereser den Katholischen Kindergarten St. Sebastian. 79 Kinder im Alter von zweieinhalb Jahren bis zum Schuleintrittsalter besuchen den Kindergarten. Es gibt zwei „Regelgruppen“ mit je 25 Kindern. Die „Zwischengruppe“, in der 17 Kinder im Alter zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren miteinander spielen, nimmt die Kinder auf, die der „Krippengruppe“ entwachsen sind. Zwölf Kinder von einem bis zweieinhalb Jahren zählt die Krippengruppe.

Eigentlich ist der Kindergarten schon wieder zu klein, denn eine Regelgruppe ist dauerhaft im Gemeindezentrum untergebracht; mit Blick auf die demografische Entwicklung erscheint das jedoch sinnvoll. Die Kapazitätsgrenze des Kindergartens liegt jetzt bei 80 Kindern; so wie es augenblicklich aussieht, können alle Kinder aufgenommen werden, die sich für das neue Kindergartenjahr 2016/17 angemeldet haben.

Eine kostengünstige, von manchen belächelte Lösung: der vorgeschriebene abschließbare Unterstellplatz für Kinderwägen. Foto: Erhard Scholl

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