Schallfeld

Kirche in einem Umwälzungsprozess

Viele schmunzelnde Gesichter beim Jahres-Bilderrückblick der Schallfelder Pfarrei, den Lothar Riedel vorführte und kommentierte. Foto: Carolin Brendler

Nach dem Samstagabendgottesdienst am Christkönigsfest eröffnete die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Gaby Hofmann den jährlichen Pfarreiabend im Gemeindehaus/Pfarrheim an dem auch Pfarreileiter Stefan Mai, Pfarrvikar Kai Söder und Ruhestandspfarrer Matthias Konrad teilnahmen. Die rund 45 Interessierten im Alter von 7 bis 95 Jahren verfolgten aufmerksam den Bilder- und Videojahresrückblick von Kirchenpfleger Lothar Riedel. Über die finanzielle Situation der Pfarrgemeinde berichtete der Kirchenpfleger anhand von Listen und Statistiken. Riedel informierte darüber, dass eine zuverlässige Person zu leichten Reinigungsarbeiten der Kirche gesucht werde und sich beim Kirchenpfleger melden solle.

In der anschließenden Fragerunde informierte Pfarrer Mai über die weitere Entwicklung des pastoralen Raums. Insgesamt werden mehrere Pfarreiengemeinschaften zu einem Pastoralen Raum zusammengefügt. Die Gründung der "Räume" solle bis 2022 abgeschlossen sein. Die unterste Stufe bilden dann die Ortskirchenräte. Das ist eine Mischung aus Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat sowie Interessierten. Grund der Zusammenlegung sind die rückläufigen Katholikenzahlen, fehlende Priester und Pastoralreferenten. Die Zusammenlegung der ersten pastoralen Räume für die Tauf-, Firm- und Ehekatechesen erfolgt bereits. Die Erfahrungen haben gezeigt, dass diese Form gut klappt.

Insgesamt war aus Mais Information zu vernehmen, dass die Kirche in einem Umwälzungsprozess stehe und kirchliches Leben in kleinen Gemeinden zukünftig nur noch durch Eigenengagement funktioniere. Bei den Kirchenaustritten seien insbesondere die Altersgruppen zwischen 22 bis 32 Jahren sowie 42 bis 52 Jahren betroffen. Die Katholikenzahl der Diözese Würzburg werde sich von derzeit 700 000 bis zum Jahr 2060 halbieren.

Aus dem Publikum gab es lediglich Verbesserungsvorschläge zur ersten gemeinsamen Dettelbachwallfahrt, die bereits in einer Reflexionsbesprechung berücksichtigt wurden. Mai teilte auch mit, dass das Kirchenvermögen solange bei der Kirchenstiftung bleibe wie eine Pfarrei selbstständig sei. Pfarrer Stefan Mai bedankte sich ausdrücklich bei der Gemeinde Lülsfeld für die Sanierung der WC-Anlagen, die neuen Tische und Stühle sowie der guten Schallschutzelemente im Gemeindehaus.

Gaby Hofmann informierte, dass Walter Lösch die Organisation des Adventskonzerts nicht mehr durchführt. Hofmann möchte für die Ministranten einheitliche und dicke Pullover anschaffen, da die Minis oftmals bei Beerdigungen frieren. Auch das Thema Friedhofsgehwege war ein Thema des Abends. Die politische Gemeinde beabsichtigt nur noch die Hauptwege zu pflastern. Gehbehinderte haben die Befürchtung, dass die Nutzung eines Rollators auf Wegen ohne Pflaster, also wassergebundenen Wegen, nur schwer möglich sei. Außerdem könnte sich die Pflege der nicht gepflasterten Wege als schwierig gestalten.

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