HAMBACH

„Kleinalarmfahrzeug“ schließt die Fuhrparklücke

Feuerwehrauto eingeweiht (von links): Stefan Lieblein, Vorsitzender der Feuerwehrvereins Hambach, Bürgermeister Willi Warmuth, Zweiter Vereinsvorsitzender Paul Eck, Pfarrer Stefan Mollner, Kommandant Johannes Geier und Fahnenträger Matthias Eck.
Feuerwehrauto eingeweiht (von links): Stefan Lieblein, Vorsitzender der Feuerwehrvereins Hambach, Bürgermeister Willi Warmuth, Zweiter Vereinsvorsitzender Paul Eck, Pfarrer Stefan Mollner, Kommandant Johannes Geier und Fahnenträger Matthias Eck. Foto: Uwe Eichler

Er ist einfach riesig, der Kleine: Nachdem es für das gebraucht gekaufte „Klaf“ (Kleinalarmfahrzeug) keine staatlichen Zuschüsse gab, mussten die Hambacher Floriansjünger auch keine Rücksichten auf DIN-Normen mehr nehmen. So konnte der Ersatz für das alte Mehrzweckfahrzeug MZF an die Bedürfnisse der lokalen Wehr angepasst werden.

Nun wurde der Kleintransporter im Rahmen des Sommerfests offiziell übergeben und geweiht, durch Pfarrer Stefan Mollner. Der sprach schon versehentlich vom „Feuerzeug“ statt Feuerwehrfahrzeug.

Taschenformat hat der VW Crafter 50 TDI zwar noch nicht. Das 136-PS-Dieselauto ist trotzdem äußerst handlich und flexibel einsetzbar, dank Doppelkabine mit Kofferaufbau, drei Rollos, zugstarker Anhängerkupplung, sechs Sitzplätzen, Sechs-Gang-Schaltgetriebe und fünf Tonnen zulässiges Gesamtgewicht.

Kommandant Johannes Geier blickte auf die Anschaffungsgeschichte zurück: Gesucht wurde Ersatz für das MZF, Baujahr 1991, das zuletzt immer mehr Mängel und Reparaturkosten angehäuft hatte. Im Antrag von 2014 ging es noch um eine Neubeschaffung für 55 000 Euro, mit 13 000 Euro Zuschuss seitens der Regierung sowie weiteren zehn Prozent vom Feuerwehrverein. Eine vom Gemeinderat gebilligte Ausschreibung über 50 000 Euro kam nicht zustande. Zuletzt entschied man sich für den Gebrauchten, mit Baujahr 2009 und 75 000 Kilometer Laufleistung.

Der Crafter wurde Ende Juli 2016 in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern) abgeholt und 574 Kilometer nach Hambach gefahren: „Wir waren neun Stunden mit dem neuen Fahrzeug nach Hause unterwegs.“ Hier wurde das Fahrzeug gemäß den Vorstellungen der Feuerwehr in Handarbeit ausgerüstet, drei Monate und 476 Arbeitsstunden lang.

Das Klaf kostete zuletzt 41 600 Euro, mit 33 400 Euro von der Gemeinde, 6000 Euro vom Feuerwehrverein sowie 2200 Euro aus Spenden. Letztlich diene die Anschaffung nicht der Feuerwehr, sondern Bürgern und Bevölkerung, war sich der Kommandant mit Bürgermeister Willi Warmuth einig.

Nun soll das Klaf als Unterstützungsfahrzeug eingesetzt werden, bei „Entstehungsbränden“ ebenso wie für den Mannschaftstransport, das Ausleuchten von Einsätzen, Beseitigen von Ölspuren, den Kampf gegen kleinere Wasserschäden oder der Bereitstellung zusätzlicher Atemschutzgeräte.

„Die Ergänzung des HLF 20 wird wohl der Normalfall sein“, stellte Bürgermeister Warmuth fest, mit Dank an die Helfer, den ratgebenden Experten ebenso wie an den gemeindlichen Arbeitskreis Feuerwehr. Schon zu Beginn hatte Stefan Lieblein als Feuerwehr-Vorsitzender die Vertreter der Feuerwehr von Landkreis und Gemeindeteilen, aus Schweinfurt, Zell und Maibach begrüßt. Der Hambacher Feuerwehr-Fuhrpark umfasst drei Fahrzeuge plus Anhänger.

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