SCHWEINFURT

Körnerschule ab September 2021 in Askren Manor

Das Gebäude der ehemaligen amerikanischen Middle School in Askren Manor ist so nicht nutzbar, es wird abgerissen und dort der Neubau für die Körner-Grundschule und eine Kindertageseinrichtung gebaut. Der Umzug der Schule erfolgt zum Schuljahr 2020/21. Foto: Hannes Helferich

Im Schulentwicklungsplan der Stadt, genehmigt vom Stadtrat im Oktober 2017, spielt der Umzug der Körner-Grundschule in einen Neubau auf dem Gelände der früheren Middle-School der Amerikaner in Askren Manor eine wesentliche Rolle. Die Schulverwaltung stellte nun im Schulausschuss die präzisierten Pläne vor.

Schulamtsleiter René Gutermann und Schulreferent Jürgen Montag haben ihre Hausaufgaben gemacht. So wurde in Absprache mit der Regierung von Unterfranken ein Weg gefunden, wie man Sprengeländerung und Neubauplanung parallel betreiben kann, ohne sich förderschädlich zu verhalten. Eigentlich müssten nämlich dem Bau einer neuen Schule erst Schülerprognose, Raumbedarfsentwicklung und gegebenenfalls Sprengeländerung vorausgehen. Das hätte aber für zeitliche Verzögerungen der Umzugspläne gesorgt. Im Fall Körnerschule handelt es sich nicht um die Neugründung einer Schule, sondern nur um deren Umzug in ein neues Gebäude. Man habe das Vorgehen mündlich mit der Regierung besprochen, so René Gutermann auf Nachfrage von Reginhard von Hirschhausen (Bündnis 90/Die Grünen), eine schriftliche Bestätigung wird man sich nach Zusendung des – einstimmigen – Beschlusses noch einmal geben lassen.

Schülerzahlen werden steigen

In einem ersten Schritt hat die Verwaltung eine detaillierte Schülerzahlen-Prognose erstellt. Erfreulich: Bis 2023/24 wird für die Körnerschule ein Anstieg von jetzt 182 Schülern auf dann 246 erwartet, was bedeutet, dass sie in allen vier Jahrgangsstufen dreizügig wäre. Gebraucht werden also zwölf Klassenzimmer sowie zusätzliche Räume wie Musiksaal oder Übungsraum für Textilarbeit mit Nebenraum. Neben dem Schulgebäude wird man auch eine Einfach-Turnhalle bauen.

Ebenso ist der Einzug einer Kindertagesstätte mit 76 Plätzen für zwei Krippen- und zwei Regelgruppen in den Neubau geplant. Der Bedarf für Betreuungsplätze für Kinder zwischen einem Jahr und Schuleintritt steigt seit Jahren, auch wegen der steigenden Geburtenzahlen. Die Kindertagesstätte habe die „Augen der Pädagogen in der Regierung zum Leuchten gebracht“, so Jürgen Montag schmunzelnd, sprich die Regierung ist angetan von der geplanten Verbindung zwischen Schule und Kindertagesstätte, auch wenn diese natürlich räumlich strikt getrennt sind.

Baukosten 13 Millionen, Förderung rund 46 Prozent

Die Stadt geht für die neue Körnerschule mit Turnhalle von 13 Millionen Euro Baukosten aus, für die Kindertagesstätte von 2,1 Millionen. Für die Schule wird eine Förderung von 46 Prozent der förderfähigen Kosten erwartet. Voraussetzung ist, dass die Regierung die notwendige Sprengeländerung auch akzeptiert. Dies ist sehr wahrscheinlich, da die Stadtverwaltung die Sprengeländerung für die gesamte Stadt in enger Abstimmung mit der Regierung vornimmt.

Für die Kindertagesstätte gibt es dank eines Sonderinvestitionsprogrammes des Freistaates 81 Prozent Förderung. Der Antrag muss bis 31. August 2019 gestellt, die Baumaßnahme bis 30. Juni 2022 abgeschlossen sein. Laut Gutermann ist geplant, Schule und Tagesstätte zum Schuljahr 2021/22 in den neuen Räumen zu eröffnen.

Wenn die Körnerschule umgezogen ist, werden das ehemalige Schulgebäude neben der Stadthalle und das Gebäude des derzeit von der FH genutzten so genannten Campus II zukünftig von der Friedrich-Fischer-Schule (FOS/BOS) genutzt. Die FH braucht ihren Campus II nicht mehr, wenn der Neubau auf dem Gelände der Ledward Barracks fertig ist. Außerdem ist Teil des Schulentwicklungsplanes, dass die Albert-Schweitzer-Mittelschule und die Auen-Mittelschule zunächst an ihren aktuellen Standorten bleiben und der Neubau eines Mittelschulzentrums innerhalb der nächsten zehn Jahre auf einem freien Grundstück in der Geschwister-Scholl-Straße neben der Montessori-Schule geprüft wird.

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