Forst

Kommentar: Unnötiges Machtgehabe

Es sind nicht mehr viele Frauen, die versuchen, dieser Kirche ein menschliches und zukunftsorientiertes Angesicht zu geben. Unzählige haben ihr längst enttäuscht den Rücken gekehrt. Andere können nicht aus ihrer Haut, sie sind in einer Zeit aufgewachsenen, in der klar war: was der Pfarrer sagt, ist unumstößlich.

Dennoch gibt es sie, die frommen und gläubigen Frauen, die ihre Kirche retten wollen. Sie erleben, dass ihre Kinder sich abwenden, die Gottesdienste immer leerer werden, Missbrauch noch immer vertuscht wird. Aber sie wollen ihren Glauben weitergeben, sie wollen nicht aufgeben, wollen nicht mehr länger schweigen.

Eigentlich hätten sie jedwede Unterstützung verdient. Das mindeste wäre es, ihnen zuzuhören, ihre Sorgen ernst zu nehmen – aber selbst das wird ihnen mancherorts verwehrt. Wenn Kleriker nur noch Abnicker wollen statt streitbare aufrechte Gläubige, gibt Kirche den Mut auf, Glaube in Vielfalt zu leben.

In Anlehnung an eine Indianerweisheit kann ich hierzu nur sagen: Erst wenn die letzte Frau gegangen, der letzte Jugendliche ausgezogen und der letzte Gottesdienst gehalten ist, werdet Ihr merken, dass man mit Machtgehabe und Ausgrenzung nicht Kirche sein kann.

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