RÖTHLEIN

Kommt ein Koordinator für die Betreuung der Schulkinder?

In den nächsten zehn Jahren werden nach einem Blick auf die Geburtenzahlen wohl 160 bis 180 Kinder die Schulbank in der Röthleiner Grundschule drücken. Das sind ja eigentlich schöne Zahlen, die allerdings im Gemeinderat auch für Befürchtungen sorgen. Denn diese Kinder müssen betreut werden. Der Ausbau der Ganztagsschulen hängt aber davon ab, was die GroKo im Rahmen ihres Bildungspaketes tatsächlich dafür locker macht und ob und wie man den geplanten Rechtsanspruch umsetzen kann.

Röthlein sollte darauf vorbereitet, sollte zukunftssicher aufgestellt sein, wie einige Räte mahnen. Ein langfristiges Konzept für die Betreuung von Schulkindern muss her. Entwickeln und koordinieren soll das eine eigens dafür einzustellende Halbtagsfachkraft, gerne mit sozialpädagogischem Hintergrund, in der nicht gerade mit „Überkapazitäten besetzten“ Verwaltung. Das beantragten jetzt Peter Gehring, Armin Götz, Petra Jakob, Simon Stock und Hilmar Kirch. Es soll übrigens eine Fachkraft sein, die laut Antrag bei überschüssiger Arbeitszeit auch noch die Jugendarbeit in der Bücherei oder die allgemeine Arbeit in der Gemeinde unterstützen soll. Ingeborg Wegner weitete das noch auf die Seniorenarbeit aus.

Ein Statement lag auch von der Grundschule vor. Deren Rektor Peter Zimmermann erachtet „die gut gemeinte, aber für die Gemeinde sehr teure und wohl auch gänzlich unübliche Stelle“ nach einer Rücksprache mit dem Schulamt für nicht nötig.

Fakt ist: Die Kindergärten können den Betreuungsbedarf für Schulkinder auf lange Sicht nicht mehr abdecken. Eine schnelle Lösung, so Kai Hümmer (der sich übrigens gegen die Anstellung einer Fachkraft aussprach), sei dringend erforderlich.

Das stellte auch Bürgermeister Albrecht Hofmann fest, wollte aber erst einmal die bildungspolitischen Entwicklungen abwarten. Oberste Priorität hat für ihn eine aussagekräftige Bedarfsermittlung. Ein möglicher Schulanbau ist für ihn, unabhängig von der Klärung der Betreuungsfrage, ein erster Schritt für die Lösung der räumlichen Situation. Die lange diskutierte Schulsanierung steht somit erst an zweiter Stelle.

Wichtig, so Hofmann, sei es auch, die bildungspolitischen Entscheidungen hinsichtlich möglicher Förderungen abzuwarten. Denn, wie auch Kai Hümmer feststellte, gehe eine Umsetzung wohl ohne Zuschüsse nicht. Petra Jakob indes will nicht auf staatliche Entscheidungen warten. Ihr ist es wichtiger, „was die Gemeinde will.“

Als gute Gelegenheit werteten dann alle den Vorschlag Hilmar Kirchs, die Volksschule in Wiesentheid zu besichtigen. Die nämlich bietet eine Ganztagsbetreuung an.

Obwohl Peter Gehring noch einmal dafür plädierte, die Halbtagsstelle doch schon mal auszuschreiben, wurde die Abstimmung über den Antrag zurückgestellt. Sie soll aber zeitnah wieder auf die gemeinderätliche Tagesordnung.

Schlagworte

  • Röthlein
  • Daniela Schneider
  • Albrecht Hofmann
  • Bildungspolitik
  • Fachkräfte
  • Hartz-IV-Bildungspakete
  • Schulkinder
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!