KREIS SCHWEINFURT

Kosten für die Jugendhilfe sinken

Die Jugendarbeit ist eine der größten Posten im Haushalt des Landkreises Schweinfurt: 6,2 Millionen Euro will er im nächsten Jahr dafür ausgeben. Zieht man die Erträge ab, bleiben netto 4,2 Millionen Euro für die Kreiskasse übrig. In diesem Ansatz sind allerdings die Personalkosten von etwa 1,8 Millionen Euro nicht enthalten. Insgesamt, so sagte Landrat Harald Leitherer, seien die Kosten im Gegensatz zum bayernweiten Trend im Landkreis rückläufig. Der Etat passierte widerspruchslos den Ausschuss für Jugend und Familie.

Fast ein Viertel des Geldes braucht der Landkreis für die Vollzeitpflege von derzeit 122 Kindern und Jugendlichen. Dieser Bereich ist laut Jugendamtsleiter Alfred Rösch in den vergangenen Jahren stabil geblieben. Dafür haben die Plätze für Heimerziehung in den vergangenen Jahren deutlich abgenommen: Gab der Kreis 2007 noch fast 40 Prozent seines Jugendetats dafür aus, sind es inzwischen 17,8 Prozent – 1,1 Million en Euro. Die Jahresfallzahlen haben sich demnach auf 21 reduziert. Für Rösch ist dies ein Indiz, dass die Politik, ambulanten Hilfen von Vorrang vor stationären zu geben, Wirkung zeige.

Als erfreulich bezeichnete Rösch die Entwicklung bei der Förderung in Tageseinrichtungen. Der Ansatz ist dort um 100 000 Euro gesunken. Das läge nicht nur an der sinkenden Kinderzahl, sondern auch an der Förderung für Eltern, deren Kinder das dritte Kindergartenjahr besuchen. Seit Herbst schieße der Staat 50 Euro zu, im nächsten Jahr werde der Betrag verdoppelt. Die Folge: Auch der Landkreis müsse weniger zahlen in den Fällen, in denen sie er die Kosten übernimmt. Das betrifft derzeit 240 Kinder.

Dagegen verzeichnet Rösch weiterhin einen Anstieg von Kindern in der Tagespflege. In diesem Jahr sind es 142, die jährliche Kosten von jeweils 4000 Euro verursachen. 0,65 Millionen Euro macht dies in der Summe.

Den Fokus richtete Rösch auf die Erziehungsförderung. Der Bund stelle dafür zusätzlich 40 000 Euro zur Verfügung. Das Geld wolle man dazu nutzen, die Familienhilfe mit ehrenamtlichen Familien-Patenschaften auszudehnen.

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