KREIS SCHWEINFURT

Kräftemessen der nächsten Gärtner-Generation

Was rieche ich da? Beim Erkennen von Wintergemüse wurden alle Sinne eingesetzt.
Was rieche ich da? Beim Erkennen von Wintergemüse wurden alle Sinne eingesetzt. Foto: Weidner

Ein thermisches Verfahren zur Unkrautbekämpfung mit neun Buchstaben? Oder eine Leguminosenpflanze mit sieben? Für Laien dürfte das Rätsel schwierig, für Kreuzworträtselprofis vielleicht gerade noch machbar und für die 155 jungen Gärtner hoffentlich ein Klacks gewesen sein. Beim Berufswettbewerb der Gärtner-Azubis auf Unterfrankenebene mussten sie jedenfalls ihr Fachwissen unter Beweis stellen.

Zehn praktische und theoretische Aufgaben waren in Dreierteams in zwei Wettbewerbsstufen zu bewältigen. Schon zum dritten Mal führte der Wettbewerb nahezu alle an unterfränkischen Schulen unterrichteten Gärtner-Azubis ans Staatliche Berufsschulzentrum Alfons Goppel (BSZ) nach Schweinfurt. Organisiert wird der Berufswettbewerb von der Arbeitsgemeinschaft deutscher Junggärtner und dem Zentralverband Gartenbau. Das Kräftemessen des gärtnerischen Nachwuchses habe unter anderem zum Ziel, die Vielfältigkeit des Berufsbilds des Gärtners von heute in der Öffentlichkeit zu veranschaulichen, sagte BSZ-Leiter Rainer Schöler bei der Preisverleihung.

Tatsächlich gehörten nicht nur das Gärtner-Kreuzworträtsel oder die genaue Bestimmung von Wintergemüse zu den Wettbewerbsaufgaben. Es galt zum Beispiel auch, im Abschnitt „Ingenieurbiologische Sicherungsbauweisen“ einen Erosionsschutz für den Uferbereich eines Gewässers zu flechten. Eine andere Aufgabe fragte nach geeigneten alternativen Energieträgern, um Gewächshäuser zu beheizen – Verbrauchsrechnung inklusive.

In den sogenannten grünen Berufen, zu denen neben den Gärtnern zum Beispiel auch die Landwirte zählen, nahmen deutschlandweit 5000 junge Menschen an den Berufswettbewerben teil. Dabei ist wichtig zu erwähnen, dass sie das freiwillig tun, es ist nicht Teil der Ausbildungskataloge. Eine gute Gelegenheit, sich untereinander kennenzulernen, ist der Wettbewerb auf jeden Fall.

Insgesamt wurden 27 unterfränkische Nachwuchsgärtner ausgezeichnet. Sie dürfen im Juni Unterfranken beim bayerischen Landesentscheid in Augsburg vertreten. Wer sich dort durchsetzt, reist dann Anfang September zum Bundesentscheid.

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