Kreis Schweinfurt

Kreisausschuss hat Geduld mit dem Mainschleifen-Shuttle

Der große Wurf ist der Mainfranken-Shuttle zumindest im Schweinfurter Land noch nicht. Doch es gibt Gründe, weswegen der Kreisausschuss am Projekt festhält.
Eine Linie des Mainschleifen-Shuttle fährt auch im südlichen Landkreis Schweinfurt. Bis 2020 soll ausprobiert werden, ob sich die Freizeit-Linie bewährt. Foto: Peter Pfannes

Auf zwei Linien fährt derzeit der sogenannte Mainschleifen-Shuttle. Das ist ein Bus, der von Mai bis Oktober an Wochenenden, Feiertagen und besonderen Festtagen unterwegs ist und insbesondere den Tourismus fördern soll. Im Landkreis Schweinfurt sind die Fahrgastzahlen überschaubar. Mindestens bis Ende 2020 will der Kreisausschuss aber die Geduld behalten und das Experiment weiter laufen lassen.

Auf 6000 Gäste pro Jahr kam die Linie 1, die hauptsächlich rechtsmainisch von Wipfeld bis Münsterschwarzach verkehrt. Den Landkreis kostet dies kein Geld. Anders ist es bei der Linie 2, die den Bereich Volkach/Kolitzheim/Gerolzhofen/Dingolshausen bedient. Der Bus der sogenannten Freizeitlinie ist 2018 zum ersten Mal gefahren und hatte insgesamt nur 1600 Gäste an Bord. Wie Michael Graber vom Regionalmanagement des Landratsamts sagte, müsse man der Linie etwa drei Jahre Zeit geben, bis sie sich etablieren kann. Auf positives Echo bei den Kreisräten fiel sein Vorschlag, nach Ende der Saison 2020 eine Kosten-Nutzen-Rechnung zu erstellen, um im negativen Fall "den Mut zu haben", die Linie wieder einzustellen, wie Hartmut Bräuer (SPD) und Ewald Öftring (FW) formulierten.

Die Betriebskosten der Linie werden zwischen den beteiligten Gemeinden und Landkreisen aufgeteilt. Der Schweinfurter Kreis schießt laut Beschluss maximal 30 000 Euro zu, erhält dafür aber auch Zuschüsse aus Fördertöpfen für den Öffentlichen Nahverkehr.

Vierte Gemeinde bietet Lagerplatz für Abfälle an

Biomüll und Gartenabfälle gehören in die Biomülltonne. Für diesen Grundsatz wirbt stetig Thomas Fackelmann als Chef der Kreisabfallwirtschaft. Denn besonders Rasenschnitt eigne sich besonders gut für die Müllvergärung, wie sie der Landkreis auf der Deponie Rothmühle betreibt. Dabei entsteht Gas, mit dem Strom und Wärme erzeugt werden. Auch vor dem Kreisausschuss hielt Fackelmann ein Plädoyer, dass die Bürger die Biomülltonnen möglichst voll machen sollen – auch angesichts sehr geringer Gebühren.

Und wenn einmal soviel Grünschnitt anfällt, dass er nicht mehr in die Tonne passt, kann jeder Einwohner einen Kubikmeter am Tag selbst zur Rothmühle bringen. Um die Fahrzeiten zu verringern, bieten bereits jetzt Bergrheinfeld, Werneck und Schwebheim an, dafür die gemeindlichen Plätze zu nutzen, die die Kommunen für ihren eigenen pflanzlichen Abfall, etwa aus Parkanlagen, vorhalten. Auch Gochsheim möchte seinen Bewohnern diese Möglichkeit einräumen. Dazu ist aber ein Rechtsabkommen mit dem Landkreis nötig, das der Kreisausschuss dem Kreistag zur Annahme empfahl.

Grenzüberprüfung nach fast 50 Jahren

Auf wache Ohren bei (ehemaligen) Bürgermeistern unter den Kreisräten stieß das Ansinnen von Marco Kraus vom Tiefbauamt. Erstmals nach der Gemeindegebietsreform 1972 möchte der Kreis die Grenzlinien 170 der Ortsdurchfahrten in den Kreisgemeinden überprüfen, 40 bis 50 anpassen und zehn neu festsetzen. Wenn man die Linie verändert, wo die Zuständigkeit einer Kreisstraße endet und die einer Gemeinde beginnt, kann es kompliziert werden. Denn es ergibt sich daraus eine Reihe von Rechtsfragen, etwa im Baurecht und besonders bei der Frage des Straßenunterhalts. Deswegen mahnte Friedel Heckenlauer (CSU) an, man möge den Beurteilungsrahmen vorsichtig nutzen und die Gemeinden einbeziehen. Das sicherte Kraus zu: "Wir brauchen beide. Denn auch die Gemeinderäte müssen darüber beschließen." Das Projekt soll ein bis zwei Jahre dauern.

Schlagworte

  • Schweinfurt
  • Josef Schäfer
  • CSU
  • Ewald Öftring
  • Friedel Heckenlauer
  • Hartmut Bräuer
  • Kreisräte
  • Kreistage
  • SPD
  • Stadträte und Gemeinderäte
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!