GRETTSTADT

Krippenanbau in Grettstadt eingeweiht

Das halbe Dorf hat am Sonntag die Gelegenheit genutzt, sich bei der Einweihung der neu gebauten Kinderkrippe in Grettstadt die Räume anzuschauen. In zwei Gruppenräumen ist ab sofort Platz für 24 Kinder zwischen eins und drei Jahren. Gekostet hat das Ganze am Ende knapp 1,2 Millionen Euro. Der Staat schoss 588 000 Euro dazu, die Kommune brachte knapp 610 000 Euro an Eigenmitteln auf, um den gelungenen, großzügigen Anbau an den bestehenden Kindergarten Storchennest mit vier Gruppen zu realisieren.

Großartiges habe die Kommune geleistet, meinte auch Pfarrer Thomas Amrehn, der den Festgottesdienst auf dem Vorplatz der Kita abhielt und den neuen Räumlichkeiten im Anschluss seinen kirchlichen Segen erteilte. Die Einweihungsfeier eröffneten die Kinder der Mittagsbetreuung musikalisch.

„Ene, mene, mex – hier kam keine Hex, doch seht mal alle her, die neue Kikri freut uns sehr“, sangen die Kinder der Kindertagesstätte Storchennest anschließend bei ihrem Spiel zur Einweihung. Erzieherin Heike Kintschewski und ihr Mann Detlef hatten den Song eigens zur Krippeneinweihung geschrieben. Die Kinder ließen dabei den Kikri-Anbau Revue passieren: Architekt und Planer Joachim Perleth aus Dittelbrunn wurde ebenso einbezogen wie die Bagger der ausführenden Baufirma Siebenson aus Schweinfurt und die zahlreichen Handwerker.

Seit Oktober 2013 sei das schmucke Gebäude mit Leben erfüllt, freute sich Bürgermeister Ewald Vögler. Mit dem Krippenbau habe die Gemeinde ein Signal für Kinder und junge Familien gesetzt. Er blickte zurück, als im Dezember 2011 mit einer Bedarfsermittlung der Krippenanbau erstmals im Gemeinderat thematisiert wurde. Ein halbes Jahr später konnte man die Planungen an das Architektur- und Ingenieurbüro vergeben und im Dezember 2012 den ersten Spatenstich feiern.

Architekt Joachim Perleth dankte besonders dem Erzieherinnen-Team um Kita-Leiterin Ulrike Brand für Tipps, die schon bei den Planungen mit einbezogen werden konnten. Er verwies auf nachhaltige Innovationen bei der Inneneinrichtung, der Gebäudedämmung, dem Einbau einer modernen Heiz-Kühldecke und der Dachkonstruktion, die später einmal eine Fotovoltaikanlage tragen kann. Nicht zuletzt habe der tolle Einsatz des örtlichen Bauhofteams dazu beigetragen, die Bausumme nach unten zu drücken.

Letztlich liegt man rund 100 000 Euro unter den veranschlagten Gesamtkosten, freuten sich auch Bürgermeister und Gemeinderat. Mit Stolz übergab der Architekt und Planer das Gebäude offiziell nicht mit dem obligatorischen goldenen Schlüssel, sondern mit einem grünen Bobbycar, inklusive eines Schecks für den neuen Kindergartenbus an Bürgermeister Ewald Vögler.

Kita-Leiterin Ulrike Brand blickte 120 Jahre zurück auf die Gründung einer Kinderbewahranstalt, in der die Kinder von Ordensschwestern beaufsichtigt wurden, während deren Mütter noch in der Landwirtschaft arbeiten mussten. Sie verwies auf die Kindergartenchronik, die der Historische Arbeitskreis eigens zur Krippeneinweihung in Buchform veröffentlichte.

Brand dankte Bürgermeister Ewald Vögler, der die Bauzeit mit täglichen Besuchen und viel Herzblut überwacht habe. Dieser hob abschließend nochmals den großen Einsatz der gemeindlichen Bauhofmitarbeiter hervor. Die gesamten Außenanlagen, der neu gestaltete Weg sowie die rückwärtige Terrasse der Kikri, inklusive der großen Steinmauer mit Zaunanlage, wurden in Eigenregie des Bauhofes geschaffen.

Vögler dankte Rainer Werner, der zwei Holzfiguren und einen Storch zur Einweihung gestaltet hat, Karin Birkner (Storchennest) und dem Historischen Arbeitskreis, der mit der Kindergartenchronik ein Stück Ortsgeschichte festgehalten hat. Am Nachmittag lud das Kindergartenteam zum Fest mit Vorführungen zum Thema „kleine Wissenschaftler: Wer, wie, was, wieso, weshalb warum“, sowie zu Spielstraße, Hüpfburg und Luftballonweitflugwettbewerb.

ONLINE-TIPP

Viele Bilder von der Einweihung des Krippenanbaus in Grettstadt unter schweinfurt.mainpost.de

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