GEROLZHOFEN

Kritik an zu viel Streusalz

An manchen Stellen in der Stadt haben die Bauhof-Mitarbeiter ordentlich gesalzen, wie zum Beispiel auf dem abschüssigen und glatten Kopfsteinpflaster in der Brunnengasse. Foto: Klaus Vogt

Es hat geschneit. Und deshalb sind die Männer des städtischen Bauhofs schon zu früher Stunde mit mehreren Fahrzeugen ausgerückt und haben sich bemüht, die wichtigsten Straßen und Gehwege eisfrei zu machen. Dazu haben sie Streusalz verwendet.

Es gibt einige Stellen in der Stadt, da liegt auch jetzt noch viel Salz auf den Gehwegen. Deswegen hat sich in der Facebook-Gruppe „Du bist ein echter Gerolzhöfer, wenn . . .“ jetzt Kritik geregt. „Das ist meiner Meinung nach völlig überflüssig. Es schadet dem Stadtsäckel und der Umwelt!“, beschwert sich ein User. Und weiter: „Es ist nicht primär die Frage, ob gestreut werden soll, sondern in welcher Menge. Die Hälfte hätte auch genügt, um den Zweck zu erfüllen. Vielleicht war diese ausgestreute Menge auch ein Versehen.“

Bürgermeister Thorsten Wozniak hat auf die öffentliche Kritik reagiert. „Die Stadt Gerolzhofen geht achtsam nicht nur mit Streusalz um, sondern auch mit anderen Mitteln und Stoffen, die vielleicht anderswo zum Beispiel bei Bodenbearbeitungen eingesetzt werden“, betont er. Es sei aber auch wichtig, zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger Gefahrenstellen zu beseitigen.

Die meisten öffentlichen Gehwege würden von der Stadt gar nicht gestreut. Bei dem in der Facebook-Gruppe angesprochenen Fall sei dies aber dringend notwendig gewesen: Durch auftauenden Schnee, der eine Böschung herunterlief, hätten sich auf dem Gehweg Pfützen gebildet, die wieder froren. Wozniak: „Wir mussten eine Gefahrenquelle beseitigen und die Stadt vor Schadensersatzansprüchen bei möglichen Unfällen bewahren.“

Auch Stadtbaumeister Jens Pauluhn schaltete sich in die Diskussion ein und schickte dieser Redaktion eine Stellungnahme des Stadtbauamts. Die Mitarbeiter des Bauhofs hätten entsprechend den gesetzlichen Anforderungen auf seine Anordnung hin gehandelt. Deren Arbeit jetzt als eine „völlig unnötige Salzorgie“ hinzustellen, sei nicht gerade respektvoll.

Angeblich zu viel Salz, das ist das eine. Es geht aber auch anders. Bürgermeister Wozniak berichtete, es hätten sich nach dem Schneefall Anwohner beschwert, weil in den Siedlungen „nicht gestreut“ worden sei. „So unterschiedlich sind die Blickwinkel“, sagte Wozniak.

Der abschließende Kommentar einer Facebook-Userin: „Jedem Recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann.“

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