GEROLZHOFEN

Kritik der Bürgermeisterin an den Plänen für St. Regiswind

Geschmackssache: So soll der neue Kindergarten St. Regiswind einmal von Südwesten aus betrachtet aussehen. Bürgermeisterin Irmgard Krammer übte jetzt deutlich Kritik an den Plänen.
Geschmackssache: So soll der neue Kindergarten St. Regiswind einmal von Südwesten aus betrachtet aussehen. Bürgermeisterin Irmgard Krammer übte jetzt deutlich Kritik an den Plänen. Foto: Grafik Brückner & Brückner

Deutlich vernehmbare Kritik übte Bürgermeisterin Irmgard Krammer an den Plänen für den Neubau des Kinderhauses St. Regiswind. So ist der Flachdachanteil mit 20 Prozent für sie recht hoch. Die Planung des Würzburger Büros Brückner & Brückner Architekten sehe außerdem einen außergewöhnlich hohen Anteil an Personalräumen vor. Und die Schlafräume seien teils nicht belichtet und belüftet. Auch die innenliegenden Dachrinnen „sind bautechnisch problematisch.“ Eine Reinigung ist in Krammers Augen bei Verstopfung aufwendiger. „Aber darüber entscheiden nicht wir, das sind auch nur sachliche Feststellungen“, sagte Krammer.

Geändert hat das auch nichts an der einhelligen Zustimmung des Stadtrats zum Bauplan für das 3,2-Millionen-Projekt. Da die Katholische Kirchenstiftung der Bauträger ist, will man auch nicht in deren Planung eingreifen, obwohl die Stadt wohl mit rund einer Million Zuschuss dabei ist. Mitgeteilt hat die Stadt dem Bauträger die von Krammer vorgetragenen Einwände. Sie seien aber nicht in den Plan eingearbeitet worden, sagte die Bürgermeisterin auf eine Frage von Eva Maria Ott (CSU).

Das Erdgeschoss des achtgruppigen Kindergartens ist in Massivbauweise vorgesehen, berichtete Florian Wohlfeil vom Stadtbauamt. Im Obergeschoss sollen die Innenwände in Massivbauweise und die Außenwände in Holzständerbauweise errichtet werden. Die Fassade bildet eine horizontal verlaufende Holzverschalung aus lasierter Lärche.

Mit seiner Satteldachkonstruktion soll sich der Neubau in die umgebende Dachlandschaft einfügen. Für die Dachhaut ist ein kleinformartiger, grauer Ziegel vorgesehen. Knapp 1000 Quadratmeter beträgt die Grundfläche des Neubaus, der inmitten des mehr als 4000 Quadratmeter großen Kindergartenareals im Süden der Stadt stehen wird. Die Fensterfronten sind im Norden wegen des Energieverbrauchs kleiner gehalten als im Süden.

Thorsten Wozniak wies noch einmal darauf hin, dass die Verbindung zwischen dem Erd- und Obergeschoss mit einem Fahrstuhl oder einer Hubplattform gelöst sein sollte.

Kindergartenreferentin Lieselotte Feller sagte, alles, was Stadträte in einer Bauausschusssitzung im Vorfeld der Planung angeregt hätten, sei eingearbeitet worden.

Wenn die Pläne das Landratsamt passiert haben, sollen im Frühjahr 2012 die Bauarbeiten beginnen. Der alte Kindergarten wird dabei abgerissen, der Kellerraum zugeschüttet. Der Neubau wird nicht mehr unterkellert sein. Bis zum Herbst soll das Haus dann winterdicht und nach eineinhalb Jahren Bauzeit fertig sein.

Bei der Aufteilung der Baukosten dürfte zur städtischen Million etwa die gleiche Summe von Diözese und Kirchenverwaltung kommen. Dritter im Bund ist der Staat. Weil der im Moment den Kinderhortbau in besonderem Maße fördert, dürfte sich sein Anteil etwas höher bewegen als der von Kirche und Stadt.

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