GEROLZHOFEN

LDR bezieht Position gegen Rassismus

Ein besonderes Zeichen gegen Rassismus setzte die Ludwig-Derleth-Realschule (LDR). Dazu trafen sich alle Schüler und Lehrer jetzt auf dem Sportplatz, um den Schriftzug „LDR gegen Rassismus!“ zu bilden und. Im Bild festgehalten wurde die Aktion aus der Luft von einer Kameradrohne. Foto: Christian Döhlemann

Sie wollten ein Zeichen setzen, die Schülerinnen und Schüler der Ludwig-Derleth-Realschule (LDR) in Gerolzhofen. Aus diesem Grund wählten sie für ihren Projekttag ein hoch brisantes, aktuelles Thema aus, das im Moment die ganze Welt erschüttert und nicht nur in Deutschland hohe Wellen schlägt: Der Rassismus.

Mit ihrer Aktion „LDR gegen Rassismus!“, die den Abschluss des Projekttages bildete, wollten sie zeigen und beweisen, wir sind dagegen.

Vorher beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Unterricht mit den Themen Flucht, Asyl und Migration und natürlich mit dem daraus entstehenden Rassismus. Angepasst an das Alter, verteilten die Lehrkräfte entsprechendes Arbeitsmaterial, das intensiv und ausgiebig besprochen und diskutiert wurde.

Zum Beispiel ging es um das Thema „Alte und neue Fluchtursachen“ und Fragen wie: Warum flieht jemand aus seiner Heimat? Sind es nun Wirtschaftsflüchtlinge oder politische Flüchtlinge? Beide Gruppen wollen nur eines, sie wollen überleben, demnach müsste man sie als „Überlebensflüchtlinge“ bezeichnen, so die Erkenntnis.

Ein anderes Thema war „Migration und Flucht im Spiegel der Kunst“. Hier mussten die Schüler ein Gedicht einer Emigrantin aus dem Jahre 1945 interpretieren. Oder sie verglichen Statistiken von Ländern, wer wieviele Flüchtlinge aufgenommen hat und ob deren Verteilung gerecht war. Vielschichtig und informativ gestaltete sich der Unterricht und am Schluss bekam jeder einen Fragebogen, der zu beantworten war.

Doch wie zeigen wir, für jedermann sichtbar, dass wir gegen Rassismus sind, fragten sich Hannes Drechsel (9c), Levin Pelka (9a) und Laura Miera (10d) von der Schülermitverantwortung. Sie kamen auf eine geniale Idee, besprachen sie mit ihren Verbindungslehrern Saskia Fischer und Bernd Schmiedel und setzten sie schließlich um.

So wurde der Schriftzug „LDR gegen Rassismus!“ von allen Schülerinnen und Schüler samt den Lehrern auf dem Sportplatz gebildet und von oben mit einer Kameradrohne aufgenommen. Christian Döhlemann von Drohnenflugbayern aus Hirschaid hatte sich sofort bereit erklärt, die Aufnahme zu machen. Auch für ihn war es etwas ganz Neues, eigentlich fotografiert er sonst nur Gebäude oder Landschaften, wie er erklärte.

Zuvor mussten aber noch einige Dinge im Vorfeld erledigt werden. So musste der Sportplatz vermessen und die einzelnen Buchstaben mit einer löslichen Farbe auf dem Rasen aufgesprüht werden, so dass sie auf der Aufnahme aus der Luft gut zu erkennen sind. Der Abstand durfte deshalb nicht zu eng, aber auch nicht zu weit auseinander sein.

Um kein Chaos zu veranstalten, indem alle 475 Kinder und Jugendliche auf einmal den Sportplatz stürmten, war der „Aufzug“ gut durchgeplant. Nacheinander marschierten die einzelnen Klassen mit ihren Lehrern auf den ihnen zugewiesenen Standort. Es klappte hervorragend, die Drohne konnte in die Luft gehen und verschiedene Aufnahmen von „LDR gegen Rassismus!“ aufnehmen.

Eine gelungene Aktion der SMV, zusammen mit allen Schülern zu zeigen dass man gegen den gefährlichen Rassismus ist.

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