Schweinfurt

Landkreis Schweinfurt geht digitale Schulausstattung an

Bayerns Schulen sollen digitaler werden. Darum will sich auch der Landkreis Schweinfurt bemühen. Im Bildungsausschuss diskutierte man über die mögliche Ausstattung.
Die Schulen im Landkreis Schweinfurt sollen digitaler werden, weshalb sie nun mit Tablets ausgestattet werden sollen. Foto: dpa/Carmen Jaspersen

Die Schulen in Stadt und Landkreis Schweinfurt sollen mit digitaler Infrastruktur ausgestattet werden, wofür der Landkreis auch auf Fördermittel von Bund und Land zurückgreifen will. Der Ausschuss für Bildung, Kunst und Sport stimmte für entsprechende Maßnahmen für die Schulen, für die er zuständig ist – auch, wenn Förderhöchstgrenzen dabei überschritten werden.

Eine erste Förderung umfasst die Ausstattung der Schulen mit Glasfaseranschlüssen. Während in Schonungen bereits eine Ausschreibung für die dortige Realschule gemacht wurde, haben die übrigen  Gemeinden noch bis 19. Februar 2020 Zeit. Bis der Glasfaserausbau vollzogen sein wird, könnten bis zu 60 Monate ins Land gehen, sagt Andreas Weiß, IT-Mitarbeiter im Landratsamt Schweinfurt.

Schulen im Landkreis wollen Tablets

Was die Ausstattung mit Beamern und Whiteboards angeht, seien die Schulen im Landkreis "schon ganz gut ausgestattet", sagt Weiß. Aus dem Fördertopf des Digitalpakts von Bund und Ländern sollen nun mobile Endgeräte gekauft werden – insbesondere Tablets. Und die werden im Landkreis Schweinfurt laut der Schulleitung dringend benötigt. Doch: Die Förderhöchstbeträge von 25 000 Euro pro Schule werden dabei bereits bei der Minimalausstattung mit Endgeräten überschritten, "weshalb wir nicht ganz in den Genuss der Förderung kommen werden", sagt Weiß. 

Sind die Tablets dann in den Schulen vorhanden, soll deren Betreuung durch eine Firma erfolgen. Die Kosten für Betreuung und Wartung im laufenden Betrieb muss der Landkreis alleine tragen. Ein weiteres Problem ist das fehlende WLAN an einigen Schulen. "Ohne WLAN keine Tablets", sagt Weiß. Im kommenden Jahr wolle man deshalb eine Bestandsaufnahme machen. 

Sachbedarf für Haushalt 2020

Wie in den letzten Jahren, konnten die Schulen des Landkreises nötige finanzielle Anforderungen für den nächsten Haushaltsentwurf an das Landratsamt melden. Insgesamt sind für den Haushalt 2020 knapp fünf Millionen Euro eingeplant, wie Wolfgang Schraut im Ausschuss sagte. Die Summe verteilt sich auf die sechs Schulen.

Für den Neubau des Beruflichen Schulzentrums Alfons Goppel in Schweinfurt plant Schraut mit einer ersten Investition in Höhe von knapp 2 Millionen Euro. Für die Realschule Schonungen hat der Landkreis 80 000 Euro für eine Machbarkeitsstudie zur Generalsanierung der Schule eingeplant. Zu den sonstigen Kostenpunkten zählen die Sanierung oder der Neubau von Räumlichkeiten, die Ausstattung mit Ladestationen für Elektrofahrräder sowie Investitionen in Technik. 

Landkreisschulen
Zu den Schulen, für die der Landkreis die Sachkosten übernimmt, zählen das Berufliche Schulzentrum Alfons Goppel Schweinfurt (prognostizierte Schülerzahl 2020: 442), das Celtis-Gymnasium Schweinfurt (760), die Ludwig-Derleth-Realschule Gerolzhofen (452), die Realschule Schonungen (429), die Landwirtschaftsschule Schweinfurt (31) und die Heide-Schule Schwebheim (261).

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