GEROLZHOFEN

Landrat dankt ehrenamtlichen Einsatzkräften

Das Gemeindegebiet von Schwebheim wurde durch zwei Unwetter besonders schwer getroffen.Mario Bayer Foto: Foto:

Blitz, Donner, Hagel und sintflutartige Regenfälle – seit Mai sind mehrfach heftige Gewitter über den Landkreis Schweinfurt hinweggezogen.

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und überschwemmte Felder sorgten vor allem für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Schweinfurt. „Unsere Wehren sind im Moment wirklich extrem gefordert und ich möchte mich an dieser Stelle einmal herzlich für den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Männer und Frauen bedanken“, schreibt Landrat Florian Töpper in einer Pressemitteilung des Landratsamtes.

Nach Auskunft der Kreisbrandinspektion wurden von 1. Mai bis 10. Juli 2018 von den Floriansjüngern insgesamt 751 Unwettereinsätze abgearbeitet. 67 verschiedene Feuerwehren waren alarmiert.

„Die Einsätze verteilten sich auf 53 Ortschaften im gesamten Landkreis“, teilt Kreisbrandrat Holger Strunk mit. Mit über 160 Einsätzen waren die meisten bislang in Schwebheim.

Ansonsten verteilten sich die Schwerpunkte auf folgende Gemeinden: Dittelbrunn (Dittelbrunn und Hambach) ca. 89 Einsätze; Wasserlosen (Rütschenhausen, Schwemmelsbach, Greßthal, Wülfershausen und Burghausen) ca. 30 Einsätze; Euerbach (Sömmersdorf und Euerbach) ca. 25 Einsätze; Kolitzheim (Oberspiesheim, Unterspiesheim, Herlheim) ca. 70 Einsätze; Gochsheim ca. 45 Einsätze; Sennfeld ca. 70 Einsätze; Röthlein ca. 40 Einsätze; Geldersheim ca. 25 Einsätze: Niederwerrn ca. 68 Einsätze; Werneck (Eßleben und Mühlhausen) ca. 35 Einsätze.

Unterstützung vom THW

Nicht selten kam es vor, dass die Feuerwehren auch ortsübergreifend im Einsatz waren. Zum Beispiel halfen Feuerwehren aus dem Bereich Kolitzheim auch in Schwebheim aus, die Gerolzhöfer Wehr half in Unterspiesheim. „Dies zeigt, wie gut und kameradschaftlich unsere Feuerwehren zusammenarbeiten und wie gut wir uns auf unsere vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte verlassen können. Dies ist keine Selbstverständlichkeit“, betont Landrat Töpper.

Unterstützt wurden die Feuerwehren auch tatkräftig vom Technischen Hilfswerk aus Gerolzhofen, wie zuletzt am 6. Juli 2018 beim Anliefern und Befüllen von 1200 Sandsäcken in den Wernecker Ortsteilen Eßleben und Mühlhausen.

Am Kreisbauhof in Niederwerrn wurden zusätzlich rund 2000 Sandsäcke befüllt. Hier kam auch wie schon bei den Unwettern in Schwebheim und Niederwerrn der Abroll-Container „Hochwasser“ des Landkreises zum Einsatz. Er steht im Kreisbauhof Niederwerrn und kann bei Bedarf schnell an eine Einsatzstelle gebracht werden oder zum Befüllen von Sandsäcken auf dem Kreisbauhof verwendet werden. In dem Container enthalten sind unter anderem eine Sandsackfüllmaschine, die 2016 für rund 14 000 Euro angeschafft wurde, sowie diverse Tauchpumpen, Wassersauger, Schwimmwesten, Stromaggregate, Wathosen und rund 50 000 leere Sandsäcke.

Gerätewagen Hochwasser

Bei künftigen Hochwassereinsätzen können die Feuerwehren ab sofort auch auf den Gerätewagen „Hochwasser“ zugreifen. Der Freistaat Bayern hat dieses Fahrzeug, das bei der Feuerwehr Grafenrheinfeld stationiert ist, in Dienst gestellt. Es hat eine Pumpenleistung von insgesamt 35 000 Liter in der Minute.

„Insgesamt ist der Landkreis Schweinfurt hier sehr gut aufgestellt. Nichtsdestotrotz zeigen uns allein die vergangenen Wochen, dass wir in Zukunft häufiger mit solchen Extremwetterlagen rechnen und umgehen müssen und trotz etlicher Vorkehrungen und schneller Einsätze nicht jeglicher Schaden von Allgemein- oder Privateigentum abzuwenden sein wird“, gibt Töpper zu Bedenken.

Überflutungen, Blitzschläge und Sturmschäden: Die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises waren in den vergangenen Wochen durch die Wetterkapriolen nahezu im Dauereinsatz. Das Bild entstand bei einem der zahlreichen Einsätze in Unterspiesheim. Foto: Dominik Vogt

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