SCHWEINFURT

Lange gemeinsam lernen

Die Spitze des ULLV: Vorsitzender Gerhard Bleß und seine Stellvertreter Ingrid Otto und Helmut Schmid (von rechts) Foto: Rudi Merkl

Eine längere gemeinsame Schulzeit, ein neuer Bildungsbegriff, der das nachhaltige Lernen in den Vordergrund stellt, der Erhalt der wohnortnahen Schule, mehr Eigenverantwortung für Lehrkräfte und Schulen und die schulische Inklusion, das gemeinsame Unterrichten von Kindern mit und ohne Behinderung – das waren die zentralen Themen der Delegiertenversammlung des Unterfränkischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (ULLV) in Schweinfurt. Das teilte der ULLV in einem Presseschreiben mit. An der Spitze des mit über 6000 Mitgliedern größten Lehrerverbandes in Unterfranken stehe weiter Gerhard Bleß, so der Verband. Neu an seiner Seite sind die stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Schmid und Ingrid Otto.

Die Delegiertenversammlung stand unter der Überschrift „Gemeinsam stark“. ULLV-Vorsitzender Bleß kritisierte in diesem Zusammenhang die viel zu frühe Einsortierung von Kindern in drei Schularten und forderte eine längere gemeinsame Schulzeit. Der ULLV ist Bezirksverband im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV). Als Referent war BLLV-Präsident Klaus Wenzel nach Schweinfurt gekommen. Auch er übte laut Pressemitteilung scharfe Kritik am dreigliedrigen Schulsystem. Wenzel wandte sich zudem gegen eine Lernkultur, die Schüler nötigt, Unmengen an Faktenwissen in ihr Kurzzeitgedächtnis aufzunehmen und es nach den Probearbeiten wieder zu vergessen. Auch mit dem Thema schulische Inklusion setzte sich der ULLV auseinander. Mehr und mehr Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf werden in Zukunft in Regelklassen unterrichtet. „Heterogenität wird als Chance begriffen, nicht als Problem“, so Bleß. „aber Inklusion ist nicht zum Nulltarif zu haben“.

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