Schweinfurt

Leitstelle Schweinfurt macht mit beim "Türöffner Tag der Maus"

Beim Maustag können Kinder hinter die Kulissen schauen – nicht nur bei Unternehmen. Auch die  Integrierte Leitstelle in Schweinfurt war dabei. Ein spannendes Angebot.
Einmal auf dem großen Motorrad sitzen, wie es die Motorradstaffel der Johanniter aus Würzburg fährt. Das konnte man beim "Maus-Tag" in der Integrierten Leitstelle Schweinfurt. Informationen dazu gab es von Peter Dietl, dem Leiter der Würzburger Motorradstaffel. Foto: Hanns Friedrich

Einmal "hinter die Kulissen" der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr- und Rettungswesen in Schweinfurt zu schauen, das war schon ein Highlight. Mehr als 50 Kinder aus den Landkreisen Bad Kissingen, Haßberge, Schweinfurt und Rhön-Grabfeld, vor allem aber auch aus Thüringen hatten sich gemeldet und waren begeistert. "Das war cool, ich habe einen Notruf absetzen dürfen und ich habe genau gesehen, wie die das am Bildschirm ausfüllen, ich weiß jetzt viel mehr über die Feuerwehr, den Rettungsdienst und was die Integrierte Leitstelle eigentlich macht", sprudelte es anschließend aus den Kindern nur so heraus. Für eineinhalb Stunden entführte das Team unter Ulrike Cäsar, Sabine Faulhaber, Natascha Below, Jessica Kraus und Mark Plate in eine Welt, die sie bisher nicht kannten.

"Jetzt müsst ihr ganz leise sein, denn wir gehen in die heiligen Räume, dort wo das echte Leben unserer Leitstelle stattfindet," sagt Mark Plate und schiebt die große Glastüre zur Seite. Ganz still sind die Kinder, ihre Blicke wandern über die vielen Computer, die hier stehen. Arbeitsplätze an denen bis zu fünf Bildschirme aufleuchten. Gebannt verfolgen die Kinder mit, wie der eingehende "Notruf" abgearbeitet wird.

Sabine Faulhaber in den "heiligen Räumen der Integrierten Leitstelle Schweinfurt". Am Computer musste sie viele Fragen beantworten und zeigte den Kindern wie das vor sich geht, wenn ein Notruf eingeht und weiter verarbeitet wird. Foto: Hanns Friedrich

Dass ein solcher Tag entsprechende Vorbereitung braucht, dürfte klar sein. Ulrike Cäsar hatte im Vorbereitungsteam die "Fäden in der Hand" und fand in Jessica Kraus, Natascha Below, Sabine Faulhaber und Mark Plate Mitstreiter. Zwei Tage haben sie dafür investiert. Plakate wurden gestaltet, aus der "kleinen Maus", die es als Vorlage vom WDR gab, wurde ein großes Plakat gebastelt, eine kindgerechte Präsentation erstellt. "Das Lob und das Interesse der Kinder war uns Lohn", sagt das Team im Nachhinein und: "Es hat ja auch Freude gemacht und uns war es wichtig, dass die Kinder im Ernstfall uns kontaktieren und keine Angst haben."  

Wie wird ein Notruf korrekt abgesetzt? Mehr dazu erfuhren die Kinder bei einem "Selbstversuch" von der Disponentin Jessica Kraus Foto: Hanns Friedrich

Die Integrierte Leitstelle Schweinfurt gehört zu den wenigen derartigen Einrichtungen in Bayern, die sich an solch einem Aktionstag beteiligt. "Vielleicht sind wir von den 26 ja sogar die einzigen," sagt Mark Plate, der den Kindern genau erklärte, wie man einen Notruf absetzt.

Das Vorbereitungsteam (von links): Mark Plate, Natascha Below (Unterstützungsgruppe (UG-ILS, Ulrike Cäsar, Sabine Faulhaber (UG-ILS) und Jessica Kraus Foto: Hanns Friedrich

Interessant wurde es, als um die zahlreichen Einsatzkräfte ging: die Rettungsdienste wie Rotes Kreuz, Johanniter, Arbeiter Samariter, Malteser, die Wasserwacht, Bergwacht, Hundestaffel, Motorradstaffel oder auch das Technische Hilfswerk und die Notfallseelsorge. Immer gab es dazu die entsprechenden Informationen über die jeweilige Rettungskräfte. Pro Jahr werden über die Integrierte Leitstelle Schweinfurt an die 100 000 Rettungseinsätze abgearbeitet, mehr als 3500 mal müssen Feuerwehren alarmiert werden. Der Bereich der ILS Schweinfurt reicht über die Landkreise, Schweinfurt, Stadt Schweinfurt, Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld. In diesem Einzugsbereich gibt es 70 Rettungswagen, 250 Schnelle Einsatzgruppen, 1253 Feuerwehrfahrzeuge, sowie Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) sowie unter anderem Krankentransportwagen und die Einsatzfahrzeug des Technischen Hilfswerks, Bergwacht, Rettungshunde und Wasserwacht.

Ein Blick in einen Rettungswagen und was es dort alles für lebensrettende Gerätschaften gibt. Auch das war am "Tag der deutschen Einheit" in Schweinfurt möglich. Foto: Hanns Friedrich

Schließlich konnten die Kinder und Jugendlichen, die sich für den "Maus-Tag" angemeldet hatten, noch einen Blick in den Rettungswagen der Johanniter werfen, durften auf einem Motorrad der Motorradstreife der Johanniter sitzen, erfuhren mehr über die lebensrettenden Einrichtungen in einem Rettungswagen. Nach Hause gingen die Kinder nicht nur mit kleinen Geschenken zum "Maus-Tag", sondern mit viel neuem Wissen. Wie meinte doch der neunjährige Silas: "Das hat von meinen Freunden noch nie jemand gesehen."

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