Schweinfurt

Leopoldina-Krankenhaus: Neue Chefin für 900 Mitarbeiter

Bei der Bekämpfung des Fachkräftemangels setzt die Pflegedienstleitung auf den guten Ruf des Hauses, auf eine attraktive Ausbildung und auf die Berufsrückkehrer.
Christina Sterk leitet seit Januar den Pflegedienst am Leopoldina-Krankenhaus. Foto: Andre Gibson

Die größte Herausforderung auf ihrer neuen Arbeitsstelle ist für Christina Sterk der Kampf gegen den Fachkräftemangel. Die 44-Jährige leitet seit dem 1. Januar den Geschäftsbereich Pflege am Leopoldina-Krankenhaus.

Christina Sterk war zehn Jahre Krankenschwester, ehe sie sich durch Fort- und Fachweiterbildung (in den Bereichen Anästhesie und Intensivpflege) für Führungsaufgaben qualifizierte, welche sie seit dem Jahr 2005 einnimmt. 2012 folgte der Abschluss eines berufsbegleitenden Studiums. 2016 übernahm die Diplom-Pflegewirtin die Aufgaben der Pflegedirektorin des Marienhospitals Osnabrück und war dort für 800 Mitarbeiter im Pflege- und Funktionsdienst verantwortlich. Zwei Jahre später fiel zusätzlich die "Zentrumsleitung Pflege" der Niels-Stensen-Kliniken, ein Klinikverbund in der Region Osnabrück, in ihren Aufgabenbereich.

In zwölf Monaten 63 000 Patienten 

Für den Job der Chefin von 900 Mitarbeitern in der Pflege am Leopoldina-Krankenhaus hat sich Christina Sterk wegen des "sehr guten Rufs des Hauses" mit den jährlich 33 000 stationären und 30 000 ambulanten Patienten und mit nahezu 2000 Mitarbeitern entschieden. Zugesagt hat ihr außerdem das Leistungsspektrum und die Aufteilung in Fachabteilungen an dem akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Würzburg.

Mittlerweile habe sich der erste gute Eindruck aus den Vorstellungsgesprächen im Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen bestätigt, so Christina Sterk im Gespräch mit der Redaktion. Aufgefallen ist ihr beim Gang durch die Stationen "der offene und freundliche Umgang unter den Beschäftigten und mit den Patienten" sowie eine große Verbundenheit mit dem Arbeitgeber und das Wissen um die Bedeutung des Hauses für die Region.

Binden und gewinnen

Als größte Herausforderung im "Leo" stuft die Pflegedienstleiterin die Bindung des Personals an das Haus und die Gewinnung neuer Fachkräfte ein – und zwar in dieser Reihenfolge. Mit den Mitarbeitern will sie verschiedenste Themen angehen und die Arbeit im Krankenhaus attraktiv gestalten. Und da sich für den Einsatz in der Pflege Leute ganz bewusst entschieden hätten und entscheiden würden, seien die Aussichten auf Erfolg groß. Diese Bais will sie auch nutzen, um Fach- und Führungskräfte mit gezielten Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu fördern, denn die Herausforderungen in der Pflege würden weiter steigen.

Mehr Ältere und Mehrfacherkrankungen

Ganz konkret und aktuell wartet auf Christina Sterk die Umsetzung der generalisierten Pflegeausbildung (ab heuer einheitlich für Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege) samt der anschließenden Fortbildung für den Einsatz in den Fachabteilungen. Sterk: "Es ist mir ein zentrales Anliegen, unsere Auszubildenden während der praktischen Einsätze mit guter Anleitung und Wissensvermittlung zu unterstützten. Die von uns ausgebildeten Kräfte  sind die Zukunft der Pflege. Hier können wir gar nicht genug investieren." Auch sei dabei zu beachten, dass der Anteil der älteren Patienten und die Anzahl der Mehrfacherkrankungen steige. So verlange etwa der Umgang mit Dementen dem Pflegepersonal viel Einfühlungsvermögen und Ruhe mitten im ansonsten häufig hektischen Klinikalltag ab.

Bei den strategischen Aufgaben der Pflegedienstleitung setzt die 44-Jährige auf eine gute Zusammenarbeit mit den Chefärzten und der Geschäftsleitung. Mit deren Untersützung seien neue Kräfte auch aus dem Ausland und Berufsrückkehrer für den Dienst im Leopoldina-Krankenhaus zu gewinnen und zu integrieren.

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