Schweinfurt

Leserforum: Böllerei als Schlachtfeld erlebt

Zur Situation auf dem Marktplatz in der Silvesternacht und dem Leserbrief von Brunhilde Käser erreichte die Redaktion folgende Leserzuschrift.

Liebe Frau Brunhilde Käser, mit Befremden habe ich Ihren Leserbrief über die Silvesternacht am Marktplatz gelesen. Ich war nämlich auch dort und meine Wahrnehmung war eine ganz andere. Ich habe die Böllerei dort als Schlachtfeld erlebt.

Wie Sie sich an der Fröhlichkeit anderer Menschen erfreut haben können, ist mir ein Rätsel, denn die Gesichter konnten Sie vor lauter Nebel und Feinstaub gar nicht sehen, zudem Sie auch noch in sicherer Entfernung standen. Und auch der Rest des Leserbriefs ist irgendwie ein Irrläufer… Ulrike Schneider ging es in ihrem Antrag auf Böller-Verbot sicher nicht darum, Spaß zu unterbinden, sondern die Müllberge und vor allem die extreme Feinstaubbelastung zu vermeiden. Wann wollen wir dem Klimawandel denn begegnen, wenn wir schon nicht bereit sind, auf die paar Minuten Böllerei zu verzichten?

Und dann, liebe Brunhilde Käser, wird es noch widersprüchlicher in Ihrem Leserbrief. Sie bemühen plötzlich Aristoteles und sprechen im Zusammenhang mit Rauch, Lärm und Knallerei von "gesellschaftlicher Katharsis“ - übersetzt heißt das „das Ausleben von Aggressionen“, um diese am Ende abzubauen. Also doch keine fröhliche Menschenansammlung am Marktplatz? Und der sollen dann Ihrer Auffassung nach alle Menschen und Tiere weichen, die solche Exzesse nicht nötig haben? Es reicht schon, dass die Stadtverwaltung den Antrag abgelehnt hat und die Böllerei damit ohne Einschränkung weiter zulässt. 

Monika Klare,
97464 Niederweerrn

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