Grafenrheinfeld

Leserforum: Feigenblatt Tierwohlkennzeichen

Zum Artikel "Wissen, wo das Fleisch herkommt" vom 7. Februar erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

Der Anfang ist gemacht. Das Label Tierwohl kommt. Doch zu welchen Bedingungen. Der verantwortungsbewußte Verbraucher wird zur Kasse gebeten oder umgekehrt der unkritische Konsument wird mit günstigeren Preisen belohnt. Was für eine abartige Politik. Würden die Tierwohlbetriebe so unterstützt, daß konkurrenzfähiges Fleisch möglich wäre, dann würden die Produzenten von antibiotikumtriefenden Quälfleisch sicher auch umschwenken, wenngleich aus anderen Gründen. Doch Frau Klöckner kann die Mehrhonorierung für Tierwohllandwirte noch nicht mal benennen.

Die Nordbayerische Vermarktungsgesellschaft (NVG) sieht es positiv, dass noch mehr Tiere produziert und verbraucht werden, das heißt immer mehr, immer schlimmer, immer unökologischer. Der Gesetzgeber ist es, der Qualzucht verbieten und damit diesen Irrsinn beenden kann – wenn er will. Nicht freiwillig, sondern verbindlich. Wann haben die Leser dieser Zeitung zum letzten Mal Tiere auf der Weide gesehen? Tierfabriken produzieren unter abartigen Bedingungen tierische Biomasse, aber der verantwortungsbewußte Landwirt muss um seine Existenz fürchten. Frau Klöckner hat ein Feigenblatt publiziert. Genau diese Politik hat mich vor 25 Jahren zum Vegetarier werden lassen, denn den Wahnsinn in unseren Ställen erträgt kein normaler Mensch.

Gerd Grosser
97422 Schweinfurt

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