Ebrach

Leserforum: Plädoyer für Bienen und Baumvielfalt

Zu den Berichten und Zuschriften im Hinblick auf Baumfällungen durch den staatlichen Forstbetrieb Ebrach erreichte uns folgender Leserbrief.

In den letzten Wochen konnte man einige Beiträge und Leserbriefe lesen, in denen die Forstarbeit im Steigerwald angeprangert wurde. Vor allem wird oft behauptet, dass das Fällen mittelalter Buchen sehr schädlich für die Natur sei.

Wer so schreibt, dem ist hoffentlich bewusst, dass es bislang keinen einzigen Beweis dafür gibt, dass der Steigerwald jemals ein Buchen-Altbestand gewesen sein soll. Wer also für einen Buchen-Steigerwald plädiert, der kämpft für etwas, was es so vielleicht noch nie gegeben hat.

Dass die heutige potenziell natürliche Vegetation (hPNV) des Steigerwaldes vor allem aus Buchen bestünde, liegt unter anderem auch daran, dass der Mensch ihre natürlichen Feinde (zum Beispiel den Hirsche) hier ausgerottet hat. Ließe man alle Buchen im Steigerwald alt werden, dann verdrängten sie aufgrund ihrer hohen Schattentoleranz fast alle anderen Baumarten mit ihren dazugehörigen Tier- und Pflanzengesellschaften.

Schattige Buchenwälder haben für Bienen, Schmetterlinge, Greifvögel, Hasen, Rehe, Igel, Blumen, Gräser und anderes nicht viel zu bieten. Lichtbedürftige Weiden und Linden sind zum Beispiel für Bienen und viele andere Insekten sehr wichtig, weil sie sehr früh oder sehr spät blühen.

Wer also die Buchenernte generell beklagt, der nimmt entweder die Verdrängung vieler Arten in Kauf oder ist ganz einfach nur einseitig informiert.

Mark Werner
97522 Sand

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