Schweinfurt

Leserforum: Von Parknot und Parkraumsuche

Zum Artikel „Parknot: Was die Stadt dagegen tut“ (Ausgabe vom 26. November) erreichte die Redaktion folgender Leserbrief.

Wenn man den Artikel „Parknot: Was die Stadt dagegen tut“ vom 26. November 2019 liest, ist man unter dem ersten Eindruck geneigt, positiv in die Zukunft zu blicken.

Aus der Sicht eines Betroffenen, und da denke ich an alle Betroffenen, also nicht nur an Anwohner, sondern auch an Mitarbeiter, Patienten und Besucher des Leopoldina-Krankenhauses, stellt sich die Situation jedoch anders dar.

Der aufmerksame Zuhörer bei der Sitzung des zuständigen Ausschusses am 19. November 2019 muss zur Kenntnis nehmen, dass auch nach Umsetzung aller Maßnahmen mehrere Hundert Parkplätze fehlen. Die hieraus entstehende Parkraumsuche wird nach wie vor im Umfeld des Krankenhauses erfolgen. Die geplanten baulichen Maßnahmen in Form der Parkhäuser sind bei weitem nicht ausreichend, den Parkplatzbedarf zu decken. Hinzu kommen weitere Erweiterungen in Form eines Pflegeheimes und einer psychiatrischen Klinik, mit zusätzlichem Parkraumbedarf.

Nachfragen zur aktuellen Situation beim Amt für öffentliche Ordnung, die sich rein auf die Stra-ßenverkehrsordnung beziehen, werden von dort nicht beantwortet, sondern vielmehr mit dem Hinweis abgetan, dass für das erste Halbjahr 2020 die Vorstellung eines Parkraumkonzeptes beabsichtigt sei. Dieses muss dann auch noch beraten und verabschiedet werden. Eine mehr als windelweiche Formulierung, die völlig unverbindlich ist.

Unter dem Aspekt, dass jede Parkraumbewirtschaftung Einschränkungen mit unterschiedlichen Konsequenzen für alle Betroffenen nach sich ziehen wird, liegt bei diesem Verhalten ein Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen im März 2020 nahe. Oberstes Ziel ist, wie mit dem  angesprochenen Zeitungsartikel geschehen, positive Hoffnung zu verbreiten und alle konkreten Maßnahmen, selbst solche, die eine vorhandene Straßenverkehrsordnung zum Gegenstand haben, zu vermeiden, denn sie könnten ja Wählerstimmen kosten.

Dieses Verhalten sollte von keiner Gruppe der Betroffenen hingenommen werden, vielmehr sollten verbindliche Aussagen noch vor der Wahl eingefordert werden. Die Grundlagen hierfür sind in dem im Zeitungsartikel erwähnten, seit längerem vorliegenden, äußerst umfangreichen, am 19. November 2019 vorgestellten Gutachten benannt. Und es gibt keinen Grund, nicht sofort in die Umsetzung zu gehen, zumindest aber Regelungen zu treffen, die der Stvo entsprechen.

Hubertus Bürger
97422 Schweinfurt

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