Gochsheim

Letzte Aufträge für die neue Kita genehmigt

Die Kindertagesstätte (Kita) der AWO, die hinter der Bestandskita in der Friedhofstraße am Steinweg gebaut wurde, ist fast fertig. In der Gemeinderatsitzung stellte Architekt Peter Kopperger für den Projektplane jetzt noch einige Investitionsposten zur Entscheidung vor, die nicht in der Gesamtplanung enthalten waren und als Nachträge zur Genehmigung durch das Gremium vorgelegt werden mussten. Es ging insgesamt um eine Investitionssumme von rund 52 000 Euro. Zunächst gab Kopperger einen Überblick über den Kostenstand: Ohne die zu entscheidenden Nachträge habe man die Kostenberechnung von rund 2,9 Millionen Euro um gut 106 000 Euro überschritten. "Das sind 3,49 Prozent – in der heutigen Zeit tolerierbar", befand er unter zustimmendem Nicken von Bürgermeisterin und Ratsmitgliedern. Die Nachträge beträfen eine Massenmehrung von Pflasterflächen im Eingangsbereich, der optisch hervorgehoben werden solle, mit gut 7100 Euro, zusätzlichen Fassadenschutz für rund 2200 Euro und zusätzliche Mauerscheiben für 1100 Euro.

Weil die Zuleitung zum Hort, der in der jetzigen Kita entstehen soll, zu lang sei, empfahl er vier weitere Wassersteckdosen. Die bei jedem Wässern nötige Verlegung einer langen Schlauchleitung sei umständlich und berge das Risiko, dass die Außenanlagen zu wenig gewässert würden. Die Schaukel sei an mehreren Stellen sanierungsbedürftig und müsse sowieso in wenigen Jahren vollständig erneuert werden. Kopperger empfahl gleich die Anschaffung einer neuen Anlage mit Fallschutz für gut 3300 Euro. Außerdem sei ein Übergabeschacht für Haustechnik am künftigen Hort von Nöten.

Der Umbau des Gebäudes sei mittelfristig unvermeidbar. Für knapp 2800 Euro könnten die Nahwärmenetzleitungen in den Übergabeschacht gelegt werden, was später verhindere, dass der Garten der neuen Kita wieder aufgegraben werden müsse. 8400 Euro würden fällig für zwei insgesamt 50 Quadratmeter große Sonnenschirme zur Beschattung der Freiflächen. Schließlich habe die Entwässerungsrinne an der Grundstücksgrenze zum Steinweg durch die Baumaßnahmen so sehr gelitten, dass er den Austausch empfehlen würde, so der Architekt weiter. Knapp 6500 Euro seien hierfür in der Kostenplanung vorgesehen.

Aufgrund der Verkehrssicherheit seien Baumpflegemaßnahmen unerlässlich. Das sei eigentlich eine Unterhaltsmaßnahme, die man auch später machen könne. Aber jetzt seien "die Maschinen da". Knapp 5700 Euro fielen hierfür an. Die Gemeinderäte sahen die Notwendigkeit aller Maßnahmen wohl ein. Allerdings regte sich mehrfach Ärger darüber, dass doch einige Nachträge vermeidbar gewesen wären. "Eingangsbereich, der Fassadenschutz, die Wasserleitung und auch die Beschattung sind keine Nachträge, sondern hätten vom Planer mit einberechnet werden müssen", monierte Norbert Müller. Dadurch wären die Posten sicher wesentlich günstiger geworden. Den Preis für die Erneuerung der Betonrinne fand er deutlich überhöht. "Ich bin mir sicher, dass wir 15 000 Euro gespart hätten!", ärgerte er sich. Hans-Jürgen Schwartling schlug vor, alles zu beschließen bis auf die Erneuerung der Betonrinne. Diese im Rahmen des allgemeinen Straßenunterhalts zu ersetzen käme sicher billiger. Das Gremium schloss sich dem mit großer Mehrheit an. Es erteilte der Verwaltung zudem Prokura für die Erstellung eines Vordachs am Nebengebäude für rund 10 500 Euro und den Einzug einer Zwischenebene im Mehrzweckraum mit einer Stahlkonstruktion für rund 6500 Euro. Knapp 30 000 Euro investiert die Gemeinde zudem in die Erneuerung der Beschattung des Glasdaches im evangelischen Kindergarten in der Sonnenstraße durch eine Schweinfurter Firma.

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