SCHWEINFURT

Linke: Viel Kritik an OB und Bundespolitik

Klaus Ernst kämpft beim Aschermittwoch für mehr soziale Gerechtigkeit. Foto: Anand Anders

Bevor Bundestagsabgeordneter Klaus Ernst mit der Bundespolitik und der totgeglaubten Tante SPD abrechnet, die DGB-Songgruppe für soziale Gerechtigkeit singt, knöpft sich Stadtrat Frank Firsching beim Linken-Aschermittwoch im Oberndorfer Sportheim die Stadtpolitik vor.

Firsching spricht von einem Katastrophenjahr des OB

Firsching spricht von einem Katastrophenjahr von Oberbürgermeister Sebastian Remelé und zählt „Pleiten, Pech und Pannen“ auf. Als roten Faden nimmt er einen Satz von CSU-Abgeordneter Anja Weisgerber, gefallen beim CSU-Neujahrsempfang. Dort warnte sie vor dem Erstarken der Linksfront. Ein Fest für Firsching, dieser Begriff aus dem kalten Krieg. Vor allem, weil Teile der Linksfront ja mit CDU/CSU in der Regierung sitzen, wie er sagt.

Was hätte denn ein linker OB da gesagt oder getan, geht Firsching einzelne Punkte durch. Dem Personalchef Leistungen extra vergüten?

„Schau, dass Du deinen Job machst“, hätte ein Linken-OB gesagt. Rathenau–Schließung? Ein Linken-OB wäre auf diese Schnapsidee nie gekommen, sagt Firsching und der Saal applaudiert. Statt aufs Geld zu schauen, würde ein Linke-OB Politik machen, die den Menschen helfen will – mit dem Bau von Sozialwohnungen, zum Beispiel. Außerdem würde er die Gewerbesteuer anheben, um ein Polster für die Zukunft zu haben.

Das war bei der CSU los


Klaus Ernst übernimmt einen gut aufgewärmten Saal und knöpft sich Merkel und Schulz, den „neuen Messias“ der SPD vor. Ernst ist sich nicht sicher, ob der Aufschwung der SPD am Abstieg von Schulz oder am Ausstieg von Gabriel liegt. Sein Tipp: Nahles und „Küstenbarbie“ Manuela Schwesig loswerden, dann werde die SPD noch beliebter.

Das war bei der SPD los

Ernst: SPD zwingen, wieder sozialdemokratisch zu werden

Ernst geht hart mit der SPD, der Agenda 2010, den Hartz-Bestimmungen ins Gericht. Trotzdem würde die Linke mit der SPD zusammen regieren, sofern die SPD wieder sozialdemokratisch werden würde. „Dazu müssen wir die SPD zwingen“, sagt Ernst unter Applaus Dann könnte Deutschland wieder sozial werden. Die Reichen müssten mehr abgeben, die Renten steigen. Dann würde auch die AfD uninteressanter werden. Mutti Merkel könnte nicht mehr so tun, als ging es den Menschen so gut wie nie.

Kritik am inhumanen Umgang mit Flüchtlingen

Und unter Linken-Beteiligung würde auch der inhumane Umgang mit Flüchtlingen ein Ende haben: Afghanistan als sicheres Land einzustufen, Deals mit Leuten wie Erdogan, laut Ernst „der Irre vom Bosporus“, um Flüchtlinge fernzuhalten, das sei unmöglich.

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