Gerolzhofen

Live-Night: Von Evergreens bis zum harten Rock

Zero gehört zum Urgestein der Gerolzhöfer Live-Night. Foto: Gerald Effertz

"Wo die Sprache aufhört, da fängt die Musik an", machte Bürgermeister Thorsten Wozniak zu Beginn des Inklusionsempfangs im Bürgerspital deutlich. Als Auftakt zur Gerolzhöfer Live-Night hatte die Stadt zu einem besonderen Empfang geladen. "Die Live-Night sorgt dafür, dass Menschen zusammenkommen", so Wozniak.

Und so kamen Menschen mit Behinderung von der Dr. Loew Soziale Dienstleistung mit Menschen ohne Behinderung in Kontakt. "Wenn man sich einlässt, begeistert dies Musikhörende und Akteure zugleich", machte der Bürgermeister deutlich. Und führte weiter aus: "Wir alle haben Grenzen, aber bei Begegnungen sollen Grenzen wegfallen, egal welche Sprache man spricht, welche Religion man hat oder woher man kommt".

Bastian Greim, Leiter bei der Dr. Loew in Gerolzhofen, sagte auf Nachfrage: "Es ist für die Bewohner die Möglichkeit, einfach mal etwas anderes zu erleben". "Wir haben zwei absolut Musikbegeisterte dabei", erzählt er weiter. Den Auftakt untermalte Alleinunterhalter Roland Hagen mit Stücken von Georg Michael oder auch Bruce Springsteen. Der Kulturreferentin der Stadt Gerolzhofen, Ingrid Feil, gefällt die "positive Entwicklung der letzten Jahre" und, dass "die Live-Night viele Menschen, jung und alt, anzieht".

Das Do "Stringtime" brachtee Evergreens mit in die Weinstube am Markt. Foto: Gerald Effertz

Und dann konnte die musikalische Entdeckungsreise losgehen. Erste Station: die Distelstube am Markt. Dort war das erste Mal bei der Live-Night am Start das Duo "Worthy/Zeplin", Ina Zeplin und Reggie Worthy. "Wir wollen den Gästen unkomplizierten Blues Rock anbieten", macht Zeplin deutlich. Welches Stück nie fehlen darf ? "Nutbush City Limits", verrät Zeplin. Rund 50 Lieder werden die beiden an diesem Abend in der Distelstube spielen.

Weiter geht es ins "Callisto". "Ein Kneipengig ist immer gut, da ist die Nähe zum Publikum einfach klasse" so Mad Bob. Das Trio spielt Stücke von Tina Turner, Ami Winehouse oder auch Marvin Gaye. Auch dass die Menschen ein direktes Feedback geben können, finden die drei gut. Tamara Weber und Thora Hendershott (beide Schweinfurt) sind speziell wegen Mad Bob das erste Mal zur Live-Night nach Gerolzhofen gekommen. "Weil wir gute Musik lieben", machen beide deutlich. Auch Daniela Schneider (Schweinfurt), zusammen mit einer Freundin im Callisto, hört "gerne Live-Musik".

Was fasziniert an der Veranstaltung?

Nächster musikalischer Boxenstop: die Weinstube am Markt. Das Duo "Stringtime", Stefan Jahn und Markus Grothe, gibt es seit drei Jahren. Beide spielen "querbeet Evergreens", geben sie zu Protokoll. Was fasziniert die beiden bei so einer Veranstaltung dabei zu sein? "Neue Situation, neuer Ansporn", so die Antwort. Sarah Finster (Gerolzhofen) ist gleich mit zehn Personen auf Tour. "Wir sind jedes Jahr dabei, weil in Gerolzhofen was los ist", macht sie deutlich und feiert weiter.

Und der Reporter zieht weiter zu "Antonis Partystüberl". Dort zu Gast Roland Hagen, der Alleinunterhalter, der schon den Inklusionsauftakt begleitete. Er sprang für den eigentlich angekündigten "Mann mit der Melone" ein, was ihm schon beim Inklusionsempfang ein Lob vom Bürgermeister einbrachte.

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Ein paar Häuser weiter im "Schlappn": Dort spielen die "Dmützen", wieder ein neues Duo aus Saalfeld beim Kneipenfestival. "Wir brauchen Musik", stellen beide fest und ergänzen: "Wir spielen Musik von den 1960er-Jahren bis heute. Nur Hip Hop gibt es bei uns nicht", lachen beide, um dann wieder mit Leidenschaft Cajon und Gitarre weiter zu spielen.

Die Dmützen aus dem thüringischen Saalfeld brachten Stimmung in  den Schlapp'n. Foto: Gerald Effertz

"Es ist in Gerolzhofen genug geboten, man muss nur hingehen". Das sagen drei junge Menschen: Stefano und Jannis Stamatakis sowie Dominik Friedmann, die die Musik im "Schlappn" genießen. Und dann gibt es neben vielen neuen Bands die absoluten Urgesteine des Kneipenfestivals: "Zero" um Sängerin Manuela Warmuth und Sänger Stefan Herbig. Im Bürgerspital erklingen Songs von ACDC, Metallica, Alice Cooper und viele mehr. "Wir spielen einen bunten Mix aus 50 Jahren Rockgeschichte", so die Musiker. Eben mit dem gewohnten und geliebten Plus an Power.

Das Gerolzhöfer Kneipenfestival, organisiert von der Wirtegemeinschaft, war wieder ein schönes Erlebnis für viele Besucher aus nah und fern.

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