GEROLZHOFEN

Luther und Echter auf der Mainbrücke

Für einen 360-Grad-Film trafen sich Martin Luther und Julius Echter auf der Alten Mainbrücke in Würzburg: (von links) Regisseurin Silvia Kirchhof, Heiko Schnierer und Christoph Auer. Foto: Dietmar Kretz

Es war ein ungewöhnlicher Anblick: Auf der Alten Mainbrücke in Würzburg trafen sich dieser Tage Martin Luther und Fürstbischof Julius Echter für Filmaufnahmen. Akteure des diesjährigen Wandeltheaters des Kleinen Stadttheaters Gerolzhofen waren dazu noch einmal in ihre Kostüme geschlüpft.

Bei der Mainfrankenmesse, die vom 30. September bis zum 8. Oktober in Würzburg stattfinden wird, präsentiert sich auch die Diözese Würzburg mit einem großen Informationsstand. Anlässlich des 400. Todestags von Julius Echter wird es am Stand ein besonderes Angebot geben: Besucher haben die Möglichkeit, mit Virtual-Reality-Brillen in 360-Grad-Filme einzutauchen, die sich mit verschiedenen Facetten im Leben des Fürstbischofs beschäftigen. Das Medienhaus der Diözese hat nach einer Idee von Johannes Schenkel, dem Leiter der Internetredaktion des Bistums, drei 360-Grad-Filme gedreht: Zu sehen gibt es einen Drohnenflug über das Wasserschloss Mespelbrunn, dem Geburtsort von Julius Echter. Ein zweiter Drohnenflug geht über das Juliusspital in Würzburg. Der dritte Film zeigt das Treffen von Luther und Echter.

Inspiriert von den sehr gelungenen Aufführungen des Gerolzhöfer Wandeltheaters, insbesondere von der Schluss-Szene im Spitalgarten, fragte die Diözese bei Silvia Kirchhof an, ob man das fiktive Treffen zwischen Luther und Echter noch einmal für den Film nachstellen könnte.

Die Intendantin des Kleinen Stadttheaters sagte spontan zu und übernahm bei den Aufnahmen auf der Mainbrücke auch gleich die Regie. In die Rolle des leicht sächselnden Martin Luthers schlüpfte wieder Heiko Schnierer. Fürstbischof Julius Echter wurde diesmal von dem aus Gerolzhofen stammenden Schauspieler Christoph Auer dargestellt.

Im Film sieht der Zuschauer unter der VR-Brille die komplette Umgebung auf der Brücke, je nachdem, wohin er seinen Kopf dreht. So kommt Echter direkt auf den Betrachter zugelaufen, während Luther schon im Hintergrund zu hören ist. Man sieht den Reformator aber erst, wenn man mit der Brille nach hinten blickt. Beide Männer diskutieren dann – wie damals in Gerolzhofen – bei einem Schoppen und einem Krug Bier über ihren Glauben.

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