Maibach

Maibach: Bürger fordern Radweg nach Holzhausen

Das Alte Rathaus und dessen Umfeld sollen in Maibach saniert werden. Erste Vermessungen sind bereits erfolgt, die Gemeinde will die Bürger rechtzeitig mit einbinden. Foto: Hans-Peter Hepp

Als "teilweise lebensgefährlich" bezeichnete Hans-Jürgen Weisenberger die Situation für Radfahrer auf der Straße nach Holzhausen. In der Maibacher Bürgerversammlung forderten viele Bürger nun den Bau eines eigenen, vom normalen Verkehr getrennten Radler- und Wanderwegs zum Nachbardorf.

Bürgermeister Ludwig Nätscher zitierte aus einer Verkehrszählung, dass nur sehr wenige Radler die Straße nutzen und verwies auf die Notwendigkeit, eine breite Schneise durch den Wald schlagen zu müssen, um den Weg zu ermöglichen.

Aus dem Kreis der Bürger klang das anders: Dort wurde erklärt, dass auf der Straße häufig Radfahrer und Fußgänger unterwegs seien und dass Maibacher die gefährliche Straße meiden. Innerhalb der teilweise hitzigen Diskussion erklärten Bürger, dass die Gemeinde Dittelbrunn auf "Holzhäuser Seite" die Straße sanieren und einen Radweg errichten wolle. Auf "Maibacher Seite" müsste die Gemeinde Poppenhausen nur 700 Meter Weg bauen.

Bürgermeister Nätscher beschrieb die rechtlichen und bautechnischen Schwierigkeiten, die der Wegbau mit sich brächte. In der "Zeit des Waldsterbens" eine Schneise in den gemeindlichen Wald zu schlagen, empfand der Rathauschef als nicht richtig. Die Bürger forderten die Verwaltung und den Gemeinderat auf, nach kreativen Lösungen für einen Radweg Richtung Holzhausen zu suchen.

Die angespannte Parkplatzsituation rund um den Maibacher Kindergarten wurde wie in den vergangenen Jahren moniert. Die Gemeinde versprach, eine Lösung "im Hinterkopf" zu haben.

Rund 80 000 Euro wird die Gemeinde Poppenhausen in die Hand nehmen, um die Straße an den Baumgärten zu sanieren. Unter dem Asphalt verbergen sich die Reste einer damals legalen Mülldeponie. "Viel teurer wird die Sanierung des alten Rathauses", meinte Ludwig Nätscher. Bei den Planungen sei man noch ganz am Anfang, die Statik und die Räume müssen geprüft und vermessen werden. Rechtzeitig will dann die Gemeinde die Bürger mit in die Entscheidung einbeziehen. Zum Planungsraum gehört auch das Kriegerdenkmal, das einige Maibacher gerne an einem anderen Platz sehen würden.

In einzelnen Gemeindeteilen ist die Baum- oder Rasenbestattung schon möglich; auch in Maibach wird dies künftig erfolgen können. Die Friedhöfe auf dem Gemeindegebiet werden Stück für Stück in Angriff genommen, berichtete Nätscher.

Die aktuellen Zahlen aus der Gemeindestatistik lesen sich sehr positiv, meinte Ludwig Nätscher in seinem Referat.Er  betonte unter anderem die hohen Einnahmen aus der Einkommen- und der Gewerbesteuer. 170 Anfragen hat die Gemeindeverwaltung für das Baugebiet Sandleite (39 Bauplätze) entgegen genommen, für das Gewerbegebiet an der A71 interessieren sich auch "größere Arbeitgeber".

Bei der Kommunalwahl will Ludwig Nätscher wieder als Kandidat für den Bürgermeistersessel antreten. Er forderte auch die Maibacher auf, sich um einen Platz im Gemeinderat oder gar als Bürgermeister zu bewerben.

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