KREIS SCHWEINFURT

Markt für Unternehmen und Gemeinnützige

Gute Stimmung und gute Abschlüsse: Der Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige in der Kantine von ZF. Die Schirmherrschaft hatte Landrat Florian Töpper (rechts) übernommen. Foto: Willi Schmidt

Das Interkulturelle Begegnungszentrum für Frauen (IBF) bot internationale Buffets, die Nutzung der Räume in der Oberen Straße in Schweinfurt und ein Märchenzelt an. Gesucht waren vom IBF Hilfen bei kleinen Reparaturen, Informatikkenntnisse und Hilfe bei der Reparatur von Fußbodenfliesen.

Am Montagabend fand erstmals in der Region Schweinfurt der Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige „Gute Geschäfte“ statt. Nach den angesetzten 60 Minuten waren 27 Vereinbarungen unterschrieben, obwohl nur sieben Unternehmen gekommen waren. Doch dafür fanden sich Kooperationen unter den 23 gemeinnützigen Vereinen und Organisationen, was Raphael Kießling von der Freiwilligenagentur GemeinSinn als zwar nicht so geplant, aber als sehr erfreulich einordnete.

Neben der Freiwilligenagentur des Landkreises (in Trägerschaft des Schweinfurter Roten Kreuzes) hatten die AWO, das BRK, die Diakonie, der Kreisjugendring und der Paritätische Wohlfahrtsverband die Aktion auf die Beine gestellt. Sponsoren waren die Firma ZF Friedrichshafen (während der Veranstaltung von Ingrid Doischer vertreten), das Landratsamt (Landrat Florian Töpper war zusätzlich Schirmherr) und die VR-Bank (Peter Oppolzer). ZF hatte mit der Kantine an der Ernst-Sachs-Straße auch den Veranstaltungsort gestellt.

Tabu war beim Aushandeln der Kooperationen das Geld. Getauscht wurden Leistungen, die im besten Fall eine langfristige Zusammenarbeit begründen sollen. Die Gesuche waren in fünf Kategorien unterteilt: Man- & Womenpower, Kompetenzen/Know-how, Marketing/PR/Internet, Netzwerke und Sachmittel. Rolle der Gemeinnützigen war es, Unternehmen ein gesellschaftliches Engagement zu ermöglichen.

Unter den 27 Kooperationen sind Einsätze von Firmenmitarbeitern und Mitgliedern der Gemeinnützigen genauso zu finden wie das Verleihen von Sachmitteln – beispielsweise von Schleifgeräten für die Fußbodensanierung.

Das maue Interesse von Unternehmen führt Kießling darauf zurück, dass sie den Marktplatz nicht als Dienstleister erkannt hätten. Gute Geschäfte vermittle, was viele Unternehmen wollten: die Möglichkeit zum Einstieg ins soziale Engagement. Bei der Wiederholung der Aktion im kommenden Jahr hofft man auf die Wirkung eines dann größeren Bekanntheitsgrades. Dass sich die Teilnahme für Unternehmen jeder Größe und Branche eignet, zeigt ein Blick auf die Palette der Gemeinnützigen. Fußballvereine, soziale und kulturelle Organisationen waren angetreten. Gesucht und gefunden wurden nicht nur Kompetenzen und Helferstunden, sondern auch Drehstühle und gebrauchte Computer-Hardware.

Nach dem „durchaus gelungenen Abend“ freute sich Kießling über die Zusammenarbeit, die sich zwischen Firmen und Vereinen angebahnt hat, und über die Vernetzung, die sich durch das Engagement der Organisatoren eingestellt habe.

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