Marktsteinach

Marktsteinacher Kanal soll 2020 fertig werden

Ortstermin im Sommer: Bürgermeister Stefan Rottmann lud den Gemeinderat zu den Kanalarbeiten in Marktsteinach. Foto: Hans-Peter Hepp

Im Sommer 2020 sollen die umfangreichen Kanalarbeiten im Schonunger Ortsteil Marktsteinach abgeschlossen sein. Christian Roßmann (Büro Hoßfeld und Fischer) schilderte bei der Bürgerversammlung den geplanten Fortgang der Arbeiten. Zuvor hatte er im gut gefüllten Pfarrsaal die Umbauarbeiten von Beginn an skizziert, Verzögerungen und Schwierigkeiten aufgezählt.

Derzeit entsteht das große Regenrückhaltebecken, der Betonboden sei schon fertig, meinte Roßmann und belegte dies anhand von aktuellen Fotos. Bürger sind auf der Baustelle gerne willkommen, meinte er, die Arbeiter erklären gerne ihre Aufgaben.

Bürgermeister Stefan Rottmann ergänzte, dass der Gemeinde nun die feste Zusage für  Fördermittel von rund 4,5 Millionen Euro vorliegt. Dieses Geld erhält Schonungen, weil es in den letzten Jahren mehr als 2500 Euro pro Einwohner in Kanalarbeiten investierte. Mit diesem Zuschuss habe man im Vorfeld nicht gerechnet, so Rottmann. In den letzten sieben Jahren nahm Schonungen rund 15 Einzelprojekte rund um den Kanalbau in Angriff. Der Bürgermeister rechnet nicht damit, dass die Schonunger Bürger weitere Beiträge für die Kanalsanierung entrichten müssen.

Schonungen wächst seit ein paar Jahren wieder

Zu Beginn der Versammlung begrüßte der Rathauschef zahlreiche Gemeinderäte unter den Gästen. Stefan Rottmann untermalte seinen Vortrag mit Bildern aus allen Gemeindeteilen und freute sich über die guten Zahlen aus dem Einwohneramt. Die Gemeinde wächst seit ein paar Jahren wieder, Geburten und Sterbefälle halten sich die Waage. Stolz war der Bürgermeister auch über die gelungenen Gewerbeansiedelungen in der Gemeinde. Einige Schweinfurter und Bürger benachbarter Orte kommen zum Einkaufen.

Auch das Thema neue Wohnbebauung sprach Rottmann an. Er zeigte unter anderem das Modell "Wohnen am Main". Die derzeit hohen Erschließungskosten verhindern, dass man überall Baugebiete in Angriff nehmen könne, auch wenn die Voraussetzungen - wie in Löffelsterz – erfüllt sind. Das Großprojekt Schulneubau mit Turn- und Schwimmhalle war in der Dia-Show ebenso zu sehen wie die "Neue Mitte Schonungens" mit Tagespflege und Seniorenheim.

Das Fällen einer alten Kastanie war eines der Themen aus dem Kreis der Bürger. Rottmann wird diese Anfrage und einige andere mit ins Rathaus nehmen und prüfen. Nicht wirklich helfen kann die Gemeinde gegen das wilde Parken eines ansässigen Gewerbetreibenden. Der verstoße offensichtlich nicht gegen geltendes Recht, es sei denn die Fahrzeuge stünden vor Ausfahrten oder im Sichtbereich von Kreuzungen.

Kanal-Planer verspricht bessere Information der Anwohner

Dass das Wasser im Ort abgestellt war und dies während der Bauarbeiten wieder geschehen könnte, räumte Christian Roßmann ein. Der Planer versprach eine bessere Information der Anwohner. Den Wunsch nach einem kostenlosen Amtsblatt für alle Bürger darf die Gemeinde nicht erfüllen, meinte Bürgermeister Rottmann. Um die hohen Fördersätze (78 Prozent für die neue Grundschule) zu erhalten, dürfe Schonungen als Sanierungsgemeinde keine derartigen freiwilligen Leistungen übernehmen. Ob der Titel "Wir sind alle 97453" wirklich der beste Name für das Schonunger Gemeindeblatt ist, bezweifelte eine Bürgerin.

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