Schweinfurt

Maximilian Seitz: Wenn Corona auch die Modebranche infiziert

Der Modedesigner und gebürtiger Schweinfurter, Maximilian Seitz, plaudert aus dem Nähkästchen. Die Auswirkungen des Coronavirus treffen auch seine Firma schwer.
Designer Maximilian Seitz (vorne) mit Barbara Engel und Geschäftspartner Stefan Hies bei einer Veranstaltung.  Foto: Maximilian Seitz

Das Coronavirus bringt weitreichende wirtschaftliche Folgen mit sich.  Die Schäden ziehen sich nahezu durch jede Branche. Angefangen bei der Automobilindustrie, über die Gastronomie, bis hin zur Modebranche ist nahezu jeder  betroffen. Maximilian Seitz, Modedesigner in Berlin und gebürtiger Schweinfurter, berichtet, welche Auswirkungen das Virus für ihn und seine Firma hat. 

Die Enttäuschung bei dem jungen Designer ist groß. Das Coronavirus erwischt nun auch ihn. Erkrankt ist Seitz nicht, aber er hatte große Pläne für seine neue Sonnenbrillen-Kollektion, die nun ins Wasser fallen. Ursprünglich war eine Reise nach New York geplant. Dort sollten Bilder für die Kampagne geschossen werden und auch an der Messe (Vision EXPO east NEW YORK), speziell für Brillen- und Sonnenbrillen, wollte Seitz teilnehmen. Zuerst wurde die Messe abgesagt, kurz darauf folgt der Einreisestopp in die USA.

"Das war ein Schlag ins Gesicht für das ganze Team", so Seitz. Er berichtet von gebuchten Models, Fotografen und geplanten Lokations. Alles muss abgesagt werden. Seitz rechnet mit einem hohen finanziellen Schaden und auch mit Verlust potenzieller Kunden. Der Rattenschwanz dahinter sei enorm: Sponsoren werden unruhig, Veranstaltungen werden abgesagt und die Umsetzung seiner Projekte stehe auf der Kippe.

Wer jetzt denkt, Seitz könne die Bilder für die Kampagne doch einfach in Deutschland schießen, der irrt sich. Die Kollektion ist eine Kooperation zwischen dem Modelabel und "Hies Optik". Im Design der Brillen soll sich eine Stadt wiederspiegeln, angefangen mit New York. "Große extravagante Brillen" transportieren den Großstadtflair New Yorks, umdisponieren sei nicht möglich, erklärt Seitz

Nicht jeder kann in dieser Situation auf ein finanzielles Polster zurückgreifen, um das beste aus der Situation zu machen. Dennoch erhofft Seitz in naher Zukunft seine neue Kollektion der Öffentlichkeit präsentieren zu können. „Das schöne ist, ich kann auch darüber schmunzeln“, er ist zuversichtlich eine Lösung zu finden, um "sein Baby" (damit meint Seitz seine Kollektion) dennoch auf der Fashion Week vorstellen zu können.

Besonders Startups, die ihren Platz im Marktgeschehen noch suchen, bangen um ihre Existenz. Aufgrund der unsicheren Lage springen vielen Unternehmen die Partner ab, doch laufende Kosten, wie die Miete, sind natürlich trotzdem fällig. "Der Staat steht nun in der Pflicht, für seine Unternehmen in jeder Branche alles Notwendige zu tun und um die Schäden so gering wie möglich zu halten", fordert Seitz. Auch wenn Corona Maximilian Seitz einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, bleibt er positiv: "Wir müssen schauen, wie es weiter geht und das Beste daraus machen."

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